Theo Adam: Biographie
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Theo Adam

bassbariton

* 01.08.1926 in Dresden
† 10.01.2019 in Dresden

Am Donnerstag den 10. Januar 2019 ist der berühmte Bassbariton Theo Adam im Alter von 92 Jahren in seiner Heimatstadt Dresden gestorben. Der charismatische Sänger war während seiner beispiellosen erfolgreichen Bühnenlaufbahn und darüber hinaus eine Vorzeigefigur der Dresdner Musikkultur. Er wurde am 1. August 1926 geboren. Seine sängerische Basis wurde ihm beim Dresdner Kreuzchor vermittelt. Am 18. September 1949 konnte er in Dresden sein Solistendebüt als Tschernjakowski in Modest Mussorgskys Boris Godunow feiern. In seiner ersten Spielzeit sang er bereits zwölf Rollen. Drei Jahre später, 1952, wurde er an die Berliner Staatsoper Unter den Linden engagiert und zählte ab Mitte der 50er Jahre mit Partien wie Rocco, Hunding, Figaro, Sprecher, König Marke oder Don Alfonso und seinen ersten großen Wagner-Bassrollen wie König Heinrich, Landgraf, Amfortas, Fasolt zu den Stützen des Hauses. So blieb es nicht aus, dass er bald eine Einladung zu den Bayreuther Festspielen erhielt, wo er 1952 debütierte. Im Verlauf von 28 Spielzeiten sang er dort alle Partien seines Stimmfachs. Bei der Festaufführung zum 50. Jahrestag der Uraufführung des Rosenkavalier 1961 sang er seinen ersten Ochs auf Lerchenau in Dresden und war bald als Heldenbariton von kaum einer wichtigen internationalen Bühne wegzudenken. Spätestens nach seinem Debüt 1963 an der New Yorker Met als Hans Sachs (Die Meistersinger von Nürnberg) weitete sich seine Karriere auch international stetig aus mit Engagements an allen großen Bühnen (London, Salzburg, Wien, München u.a.). Auch als Regisseur hat sich Theo Adam betätigt (Eugen Onegin, Le Nozze di Figaro). Am 2. Dezember 2006 stand Theo Adam im stolzen Alter von 80 Jahren zum letzten Mal auf der Bühne der Semperoper und beendete seine aktive Sängerlaufbahn mit der Partie, die er im Dezember 1949 im Großen Haus der Staatstheater Dresden zum ersten Mal gesungen hatte: dem Eremiten in Webers Freischütz. Die Erfahrungen seines langen künstlerischen Wirkens hatte er bereits 1980 in seiner Autobiographie „Seht, hier ist Tinte, Feder und Papier. Aus der Werkstatt eines Sängers“ veröffentlicht. Theo Adam war stets auch ein gefragter Bach-Interpret. Seine Schallplattenfirma Berlin Classics hatte dem Sänger zwei besondere CDs gewidmet: eine exklusive Zusammenstellung von Bach-Arien und Duetten aus Kantaten, Passionen und Oratorien, die den beeindruckenden Bach-Interpeten zusammen mit berühmten Kolleginnen und Kollegen und dem Gewandhausorchester Leipzig unter der Leitunger von Rudolf Mauersberger u.a. zeigen (13772 BC) sowie bis dahin nicht erschienene Mozart-Arien mit der Staatskapelle Dresden unter Otmar Suitner (13762 BC). Sein sängerisches Vermächtnis ist auf zahlreichen Schallplatteneinspielungen festgehalten. RIP.

Biographie Diskographie [3]

Biographie

1.8.1926
geboren in Dresden. Als Zehnjähriger wird er Mitglied des Dresdner Kreuzchors und erhält dort seine erste musikalische Ausbildung.
1949
Debüt an der Semper-Oper als Eremit, damals noch als Bariton. Hans Knappertsbuch rät ihm, ins Baß-Fach zu wechseln.
1952-1978
Bayreuth-Debüt als König in Lohengrin. Bis Ende der siebziger Jahre regelmäßige Auftritte in Bayreuth in allen Rollen seines Fachs. Er galt als bedeutendster Wotan in der Nachfolge von Hans Hotter.
1953
Mitglied des Ensembles der Berliner Staatsoper.
1961
In der Festaufführung anlässlich des 50. Jahrestages der Uraufführung des Rosenkavalier 1961 sang er seinen ersten Ochs auf Lerchenau in Dresden und war in den folgenden Jahren als Heldenbariton von kaum einer wichtigen internationalen Bühne wegzudenken. Als Wotan, La Roche, Don Giovanni, Holländer, Boris Godunow und Hans Sachs eroberte er sich die Herzen seiner Zuhörer in aller Welt.
1963
Met-Debüt als Hans Sachs (Meistersinger).
1967
Debüt an der Londoner Oper Covent Garden als Wotan.
1969
Debüt bei den Salzburger Festspielen (Rosenkavalier).
1972
Regie-Debüt mit Mozarts Die Hochzeit des Figaro.
1977
Eigene TV-Sendung "Theo Adam lädt ein".
1980
Buch: Aus der Werkstatt eines Sängers (Berlin 1980).
1985
UA von Friedrich Cerhas Oper Baal bei den Salzburger Festspielen. Daneben regelmäßige Auftritte an den Opernhäusern von Wien, München, Berlin und bedeutender Lied-Interpret. Im Februar 1985 wirkte Theo Adam in der Partie des Eremiten in der Eröffnungsvorstellung »Der Freischütz« in der wiedererbauten Semperoper mit.
1994
Theo Adam ist seit 1994 Ehrenmitglied der Sächsischen Staatsoper Dresden.
1997
Letzter Auftritt an der Wiener Staatsoper am 12. Mai 1997 als Musiklehrer (Ariadne auf Naxos). Insgesamt war Adam in insgesamt 29 Partien und 253 Vorstellungen an der Wiener Staatsoper zu erleben.
2006
Am 2. Dezember stand Theo Adam zum letzten Mal auf der Bühne der Semperoper stehen und beendete damit seine Bühnenkarriere. Der weltberühmte Sänger tritt (in einer geschlossenen Veranstaltung) letztmalig als Eremit in Webers Freischütz auf. Diese Partie hatte der am 1. August 1926 in Dresden geborene Sänger im Jahr seines ersten Bühnenengagements im Dezember 1949 im damaligen Großen Haus der Staatstheater Dresden zum ersten Mal gesungen.
2019
Am 10. Januar stirbt Theo Adam im Alter von 92 Jahren in einem Pflegeheim in Dresden.

Rollen und Besetzungen:

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