Wilhelm Kempff: Biographie
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Wilhelm Kempff

* 25.11.1885 in Jüterborg
† 23.05.1991 in Positano

Am 25. November 2015 wäre der Pianist Wilhelm Kempff 120 Jahre alt geworden. Ersten Klavierunterricht erhielt er von seinem Vater, der als Organist und Komponist tätig war. Er studiert Klavier und Komposition an der damaligen Königlichen Hochschule für Musik in Berlin und debüiert 1916. Auch als Organist ist er in seinen frühen Jahren tätig und konzertiert mit dem Berliner Domchor auf Konzertreisen. Von 1924-1929 ist er Direktor der Stuttgarter Hochschule für Musik und gibt in den Jahren 1931-1941 Sommerkonzerte im Marmorpalais Potsdam. Als Solist und Kammermusikpartner ist Wilhelm Kempff gefeiert und genießt internatinales Renommée. Ab 1957 hält er die berühmten Sommerkurse im italienischen Positano ab, in deren Mittelpunkt das Klavierwerk von Ludwig van Beethoven steht. Aus seinem reichen künstlerischen Schaffen erzählt er in dem Buch "Was ich hörte, was ich sah - Reisebilder eines Pianisten" (erschienen München 1981). Sein musikalisches Vermächtnis sind seine zahlreichen Schallplattenaufnahmen, die vielfach mit Preisen ausgezeichent wurden. Wilhelm Kempff starb am 23. Mai 1991 in Positano.

Biographie Diskographie [3] Texte [1]

Biographie

25.11.1885
geboren in Jüterborg (Mark Brandenburg), als Sohn des Organisten und Kantors Wilhelm Kempff und seiner Ehefrau Clara, geb. Kilian.
1899
Umzug der Familie nach Postsdam. Erster Geigen- und Klavierunterricht.
1901
Erstes öffentliches Auftreten in Potsdam bei einem Konzertabend des Schmidt'schen Musikinstituts mit einer Mozart-Klaviersonate.
1904
Durch Vermittlung des Direktors der Berliner Singakademie, Georg Schumann, weitere Ausbildung durch Heinrich Barth (Klavier) und Robert Kahn (Komposition).
1911
Auftritt beimHofkonzert bei Kaiser Wilhelm II. mit dem Klaviertrio g-Moll.
1912
Vorspiel bei Ferruccio Busoni, auch eigener Werke.
1914
Nach bestandenem Abitur Studium an der Berliner Musikhochschule bei Kahn und Barth.
1915
Komposition der ersten Sinfonie Es-Dur für großes Orchester und mehrere Klaviere.
1917
Beendigung des Studiums an der Musikhochschule als Konzertpianist, Komponist und Konzertorganist. Wegen seines überragenden Könnens wurde ihm die Abschlußprüfung erlassen. Verleihung des Mendelssohn-Preises für Komposition und Klavierspiel. Einberufung zum Militär. Kaiser Wilhelm II. veranlaßt persönlich die Versetzung des "untauglichen Soldaten" zum Postdienst.
1918
Debüt in der Berliner Philharmonie mit Beethovens G-Dur Klavierkonzert mit den Philharmonikern unter der Leitung von Arthur Nikisch.
1919
Dritte Skandinavienreise. Konzerte in Stockholm, Uppsala, Göteborg und Malmö.
1920
Erste Schallplattenaufnahme bei der Deutschen Grammophon (Beethovens Ecossaisen und die Bagatelle C-Dur op. 33). Werke von Bach, Beethoven, Mozart, Mendelssohn, Schumann und Schubert folgen.
1921
Der Hofarzt der schwedischen Königin Viktoria, Dr. Axel Munthe, lädt Kempff zu einem längeren Erholungsurlaub auf die Insel Capri ein.
1924
UA der zweiten Sinfonie d-Moll op. 19 durch Wilhelm Furtwängler im Leipziger Gewandhaus. Kempff übernimmt die Leitung der Musikhochschule Stuttgart.
1926
Heirat mit seiner Klavierschülerin Helene Freiin Hiller von Gaertringen im Berliner Dom.
1927
Erste Reise in die Türkei. Staatspräsident Atatürk läßt sich von Kempff beraten, welche Musiker er an die neuegegründete Musikhochschule von Ankara berufen soll.
1929
Beendigung der Tätigkeit als Leiter der Musikhochschule Stuttgart. Kempff will nur noch als freier Pianist arbeiten. Umzug nach Potsdam.
1931
UA der ersten Oper König Midas op. 33 in Königsberg.
1936
Erste Japanreise, wo Kempff begeistert gefeiert wird.
1943
Teilnahme am "Grand Festival Beethoven" unter der Leitung von Hermann Abendroth.
1945
Am 4. April letztes Konzert im Berliner beethovensaal.
1947
UA der Gesänge des Euripides durch Diana Eustrati und Wilhelm Kempff an der Hamburger Musikhalle.
1950
Beginn der Einspielung sämlicher Klaviersonaten von Beethoven für Deutsche Grammophon. Kompostiton der Italienischen Sute op. 68
1954
Zweite Japanreise und 30 Konzerte dort.
1955
Erstes gemeinsames Auftreten mit Yehudi Menuhin. Übersiedelung der Familie nach Ammerland am Starnberger See.
1959
UA der Sutie Epitaph op. 72,1 für Streichorchester unter Leitung des Komponisten in Mainz. Tournee durch die DDR mit Konzerten in Halle, Dresden, Leipzig, Berlin, Potsdam und Erfurt. Erste Konzerte in Kanada.
1961
Aufnahme der Beethoven-Klavierkonzerte für die Deutsche Grammophon.
1964
USA-Debüt in der Carnegie Hall New York. In Montreal Klavierkonzert d-Moll von Brahms unter der Leitung von Zubin Mehta.
1966
Fernsehaufzeichung der Kinderszenen von Schumann in München. Konzerte in San Francisco und Chicago. Aufführung von Beethovens c-Moll Klavierkonzert mit dem New York Philharmonic Orchestra unter Leonard Bernstein im Lincoln Center New York.
1969
Das ZDF sendet das Beethoven-Klavierkonzert in G-Dur mit dem Symphonieorchester des BR unter Rafael Kubelik.
1970
Verleihung des "Goldenen Grammophons" der Deutschen Grammophon für 50jährige Aufnahmetätigkeit für dieses Label.
1974
Auftritt mit Yehudi Menuhin und Mstistav Rostropowitsch beim UNESCO-Konzert in Paris.
1975
Fernsehaufzeichnung des Schumann-Klavierkonzertes mit dem Symphonieorchester des BR unter Rafael Kubelik. Goldene Schallplatte der DG für 250.000 verkaufte LPs von Beethovens Es-Dur Klavierkonzert. Auszeichnung mit dem französischen "Arts et Lettre"-Orden in Paris.
1979
Letztes Konzert mit Orchester in der Jahrhunderthalle von Hoechst, Frankfurt. Kempff spielt das Beethoven Klavierkonzert G-Durmit dem Philharmonia Orchestra London unter der Leitung von Vladimir Ashkenazy.
1980
Letzte Schallplattenaufnahme mit den Präludien und Fugen aus Bachs Wohltemperiertem Klavier Band I und Ii. Ehrenmitglied der Royal Academy of Music in London.
1981
VÖ seines Buches Was ich hörte, was ich sah. Letzte Konzerte in Antwerpen, Brüssel und Paris.
1982
Abschied vom Konzertpodium. Kempff gibt Sommerkurs in Positano.
1984
Verleihung des Bayerischen Maximiliansordens für Wissenschaft und Kunst.
1986
Übersiedelung ins italienische Positano.
1991
Wilhelm Kempff stirbt am 23.Mai in Positano und wird in Oberfranken beigesetzt.

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