Michael Gielen: Biographie
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Michael Gielen

Dirigent

* 20.07.1927 in Dresden

Heute feiert der Komponist und Dirigent Michael Gielen seinen 90. Geburtstag. Er wurde am 20. Juli 1927 in Dresden als Sohn des späteren Burgtheaterregisseurs Josef Gielen und der Schauspielerin Rosa Steuermann in Dresden geboren und verlebte seine ersten Jahre in Berlin. 1940 emigrierte die Familie über Wien nach Bueons Aires, wo er seine Ausbildung erhielt. Als 22-jähriger führte er das gesamte Klavierwerk von Arnold Schönberg auf und kam als Korrepetitor an das Teatro Colón, wo er Berühmtheiten wie Erich Kleiber, Otto Klemperer, Wilhelm Furtwängler und die Gastspiele von Maria Callas erlebte. Anfang der Fünfziger Jahre ging er nach Europa, wo er zunächst in Wien als Kapellmeister arbeitete. Es folgten Stationen als Chefdirigent in Stockholm, Brüssel, den Niederlanden und von 1977 bis 1987 als GMD in Frankfurt am Main. Von 1986-1999 war er Chefdirigent des SWR Sinfonieorchesters Baden-Baden und Freiburg, dessen Ehrendirigent er inzwischen ist und das er immer noch regelmäßig leitet. In seinem breiten Repertoire setzte er Schwerpunkte auf zyklische Aufführungen und Sinfonien von Beethoven und Mahler. Michael Gielen hat sich stets für zeitgenössische Musik engagiert und leitete 1965 in Köln die Uraufführung der Oper „Die Soldaten“, 1969 das „Requiem für einen jungen Dichter“ von Bernd Alois Zimmermann. Es folgten noch zahlreiche Uraufführungen von bedeutenden zeitgenössischen Komponisten, darunter Werke von György Ligeti, Karlheinz Stockhausen, Hans Werner Henze, Isan Yun oder Detlev Müller-Siemens. Mit seinen Interpretationen setzt er gerade für die Musik des 20. Jahrhunderts Maßstäbe und hat zahlreiche bedeutende Werke der Gegenwart auch auf Tonträgern eingespielt. Im Insel-Verlag Frankfurt erschien 2005 seine Autobiographie „Unbedingt Musik“, in der Michael Gielen über Erkenntnisse und Erfahrungen seines reichen Musikerlebens spricht. Ende Oktober 2014 gab Michael Gielen bekannt, aus gesundheitlichen Gründen seine Dirigentenkarriere zu beenden und ab sofort keine Konzerte mehr zu dirigieren. Seither lebt er am Mondsee im österreichischen Salzkammergut.

Biographie Diskographie [42]

Biographie

20.7.1927
geboren in Dresden als Sohn des Regisseurs Josef Gielen. Emigration der Familie 1940 nach Argentinien.
1942-1949
Studium in Buenos Aires bei Erwin Leuchter. 1949 Debüt als Pianist und zyklische Aufführung des Gesamtwerkes für Klavier von Arnold Schönberg.
1950-1952
Korrepititor an der Wiener Staatsoper.
1952-1960
Kapellmeister an der Wiener Staatsoper.
1960-1965
Chefdirigent an der Oper von Stockholm.
1965
UA von B. A. Zimmermanns Oper Die Soldaten in Köln.
1969-1972
Chefdirigent des belgischen Nationalorchesters.
1977-1987
Direktor der Frankfurter Oper und GMD der Stadt Frankfurt.
1987-1995
An der Hochschule für Musik Mozarteum in Salzburg leitet er eine Klasse für Dirigieren.
1986/87
Mit Beginn der Spielzeit 1986/87 übernahm Gielen die Stelle des Chefdirigenten des SWR Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg.
1999/2000
Seit Beginn der Spielzeit 1999/2000 ist Michael Gielen ständiger Gastdirigent des SWR Sinfonieorchesters Baden-Baden und Freiburg.
2007
Im Juli feierte Micheal Gielen seinen 80. Geburtstag. Am 27.11. Ernennung zum Ehrenmitglied der Staatsoper Unter den Linden. Am 25.11. erhielt er den "Faust"-Theaterpreis in München für sein Lebenswerk. Seit der Spielzeit 1999/2000 ist Michael Gielen Ständiger Gastdirigent der Berliner Staatsoper, wo er 1990 mit einem Sinfoniekonzert debütierte. Seither dirigierte er an diesem Haus über 100 Opernvorstellungen – darunter Claude Debussys „Pelléas et Mélisande“, Alban Bergs „Lulu“ und Franz Schrekers „Der ferne Klang“.
2010
Michael Gielen erhält den Ernst von Siemens Musikpreis 2010 für sein Lebenswerk.
2014
Ende Oktober gibt Michael Gielen bekannt, dass er aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr Dirigien wird.
2017
Am 20. Juli feiert Michael Gielen seinen 90. Geburtstag. Sein umfangreiches Repertoire ist nicht zuletzt in der Gielen-Edition des SWr dokumentiert.

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