Ileana Cotrubas: Biographie
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Ileana Cotrubas

rumän. Sängerin (Sopran)

* 09.06.1939 in Galaci

Am 09. Juni 2014 feierte die rumänische Sopranistin Ileana Cotrubas ihren 75. Geburtstag. Nach ihrer Ausbildung am Konservatorium in Bukarest und ersten Rollen an der Bukarester Oper gewann sie mehrere Gesangswettbewerbe, darunter 1966 den ARD-Wettbewerb in München. 1969 debütierte sie als Melisande in Debussys "Pélleas et Mélisande" in Glyndebourne und wurde bereit 1971 an die Londoner Covent Garden Opera eingeladen, wo sie erfolgreich als Tatjana in "Eugen Onegin" debütierte. Es war der Beginn ihrer internationalen Karriere, die sie an alle großen Opernbühnen der Welt führte. Unvergessen ist ihr kurzfristiges Einspringen 1975 als Mimi in Puccinis "La Bohème" an der Mailänder Scala, das sie zu einem Publikumsliebling werden ließ. Unter der Leitung von Carlos Kleiber sang sie an der Bayerischen Staatsoper eine berührende Violetta in Verdis "La Traviata", die zu einer ihrer besten Rolleninterpretationen werden sollte. Bereits im Alter von 51 Jahren verabschiedete sie sich am 26. November 1990 von der Opernbühne in einer Aufführung von Puccinis "La Bohème" an der Wiener Staatsoper, in der sie an der Seite von Luis Lima die Mimi sang. Seitdem ist sie als Jurorin in Gesangswettbewerben und als Dozentin tätig. Ihre profunden Erfahrungen im heutigen Opernbetrieb hat sie 1998 in dem Buch "Opernwahrheiten" (Holzhausenverlag) zusammengefasst. Ihr künstlerisches Vermächtnis ist auf zahlreiche Tonträgern dokumentiert.

Biographie Diskographie [14]

Biographie

1939
geboren in Galati, Rumänien. Bereits als Kind sang sie im Chor von Radio Bukarest und studierte am Konservatorium ihrer Heimatstadt. Bühnendebüt als Yniold in Pelleas et Mélisande von Debussy.
1966
Erfolgreiche Teilnahme an mehreren nationalen und internationalen Gesangswettbewerben, darunter den von s'Herzogenbosch in den Niederanden. 1. Preis beim Musikwettbwerb der ARD. Engagement an das Théatre de la Monnaie in Brüssel mit Mozart-Partien (Pamina, Konstanze).
1968
Bei den Salzburger Festspielen singt sie Pamina (Zauberflöte).
1969
Pamina an der Wiener Staatsoper und Mélisande beim Opernfestival von Glyndebourne.
1971
Debüt am Royal Opera House Covent Garden als Tatjana in Tschaikowskys Eugen Onegin.
1973
Massenets Manon und Puccinis Mimi in La Bohème an der Pariser Oper.
1975
Spektakululäres Debüt an der Mailänder Scala, wo sie in letzter Minute als Mimi in Puccinis La Bohème für die erkrankte Mirella Freni einsprang.
1977
Debüt an der New Yorker Met als Mimi in Puccinis La Bohème.Als Violetta in La traviata gilt sie als Idealbesetzung. Sie singt diese Partie an der Bayerischen Staatsoper unter der Leitung von Carlos Kleiber (CD bei DG) und an vielen internationalen großen Bühnen. Deutsche Grammophon.
1980/81
Bei den Salzburger Festspielen Konstanze in Mozarts Entführung aus dem Serail.
1989
Puccinis La Boheme (Mimi) beim Maggio Musicale in Florenz.
1990
Abschied von der aktiven Bühnenlaufbahn mit Mimi (La Bohème) an der Seite von Luis Lima an der Wiener Staatsoper. Seitdem ist sie als Gesangslehrerin und als Jurymitglied bei Wettbewerben tätig.
1998
Über ihre lange Karriere schreibt sie das Buch "Opernwahreiten" mit durchaus kritischen Anmerkungen zu Regie und Opernbetrieb (Holzhausenverlag Wien).

Rollen und Besetzungen:

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Entschleunigte Feinfühligkeit, forsche Damenpranke

Edition Stefan Askenase

Noch in den 60er Jahren des vorigen Jahrhunderts konzertierte der aus dem galizischen Lemberg stammende Pianist Stefan Askenase reglemäßig in den europäischen Konzertsälen. Das ältere Publikum hatte den Chopin-Interpreten gleichsam abonniert, bei den Jüngeren und im abgehobenen Kreis des deutschsprachigen Kritikernachwuchses galt der zierliche belgisch-polnische Theodor Pollak- und Emil von Sauer Schüler als Vertreter einer konservativen Handhabe, als ein leibhaftiges Fossil vergangener Chopin-Stilistik.

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