Géza Anda: Biographie
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Géza Anda

* 19.11.1921 in Budapest
† 14.06.1976 in Zürich

Am 14. Juni 2016 jährt sich der Todestag des 1921 in Budapest geborenen Pianisten Géza Anda zum 40. Mal. Er stammte aus einer musikalischen Familie, studierte an der Franz-Liszt-Akademie seiner Heimatstadt u.a. bei Zoltán Kodály und Ernst von Dohnányi und schloss 1941 seine Studien dort mit dem Konzertdiplom ab. Um dem drohenden Militärdienst zu entgehen, ging er zunächst nach Berlin, wo er unter der Leitung von Wilhelm Furtwängler konzertierte, und emigrierte 1943 in die Schweiz. Seine Karriere entwickelt sich zunächst nur langsam, ein Einspringen für Arturo Benedetti Michelangeli in der Zürcher Tonhalle unter der Leitung von Hermann Scherchen änderte daran zunächst nur wenig. Ab Mitte der 50er Jahre wird Géza Anda international gefeiert, 1955 wird der Schweizer Staatsbürger und heiratet Hortense Bührle, die Tochter des Industriellen und Kunstsammlers Emil Bührle. Auch für die Schallplatte wird Géza Anda aktiv und spielt als erster Pianist mit der Salzburger Camerata Academica sämtliche Klavierkonzerte Mozarts ein, die er vom Klavier aus leitet. Als Referenz-Aufnahme gilt auch die Einspielung der Klavierkonzerte von Béla Bartók unter der Leitung von Ferenc Fricsay, die er auch im Konzert vielfach aufführt.1975 erkrankt Géza Anda an Speiseröhrenkrebs und stirbt überraschend bereits ein Jahr später. Zu seinem Andenken stiftet seine Witwe den Klavierwettbewerb "Concours Géza Anda", der alle drei Jahr in Zürich stattfindet.

Biographie Diskographie [14]

Biographie

19.11.1921
geboren in Budapest (Ungarn). Studium u.a. bei Ernst von Dohnányi in Budapest.
1940
Im Alter von 19 Jahren Gewinn des Franz-Liszt-Preises und Konzertdebüt in Budapest unter der Leitung von Willem Mengelberg (zweites Klavierkonzert von Brahms).
1941
Fortsetzung seiner Studien in Berlin, Begegnung mit Furtwängler.
1942
Bei Mobilmachung in Ungarn emigiert Anda in die Schweiz. Dort Zusammenarbeit mit Clara Haskil.
1959-1968
Übernahme der Luzerner Meisterkurse von Edwin Fischer.
ab 1969
Meisterkurse in Zürich, die von jungen Pianisten aus aller Welt besucht werden. Daneben widmet sich Anda insbesondere der Werke seines Landsmanns Bartók und Mozart. Unter Ferenc Fricsay nimmt er das Bartóksche Klavierwerk auf - eine Referenzaufnahme für viele Jahrzehnte.
1974
Auf dem Höhepunkt seiner Laufbahn erkrankt Anda an Krebs. Mit der Camerata Academica des Salzburger Mozarteums spielt er als erster Pianist - das Kammerorchester vom Klavier aus leitend - alle Mozart-Konzerteein. Zu den Mozart-Konzerten, zu denen keine originale Kadenz vorliegt, schreibt er eigene Kadenzen.
1976
Am 14. Juni 1976 stirbt Anda in Zürich. Er bleibt als einer der führenden europäischen Pianisten der 50er und 60er Jahre im Gedächtnis der Musikwelt. Zum Andenken an den Pianisten richtet die Géza Anda Stiftung in Zusammenarbeit mit der Hochschule für Musik und Theater Zürich und dem Musikkollegium Winterthur den Klavierwettbewerb "Concours Géza Anda" aus, der 2006 zum 10. Mal stattfindet.
1979
Hortense Anda-Bührle ruft den Concours Géza Anda ins Leben, um den pianistischen Nachwuchs im musikalischen Geist ihres Mannes nachhaltig zu fördern. Der weltweit anerkannte Klavierwettbewerb ist künstlerisch und technisch höchst anspruchsvoll und ermöglicht jungen Pianisten den Einstieg in eine internationale Karriere.

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