Münchner Rundfunkorchester: Biographie
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Münchner Rundfunkorchester


Biographie Diskographie [97]

Biographie

1952-1967
Im Jahre 1952 gegründet, hat sich das Münchner Rundfunkorchester im Laufe seiner über 50jährigen Geschichte zu einem Klangkörper mit einem enorm breiten künstlerischen Spektrum entwickelt und aufgrund seiner Vielseitigkeit und klanglichen Wandlungsfähigkeit in der Münchner Orchesterlandschaft positioniert. Chefdirigent war von 1952-1967 Werner Schmidt-Boelcke. Neben seiner Tätigkeit für den Rundfunk waren vor allem die beliebten "Münchner Sonntagskonzerte" Bestandteil der künstlerischen Arbeit des Orchesters. Chefdirigent Werner Schmidt-Boelcke leitete sie oft selbst, aber auch namhafte Gäste - etwa Robert Stolz oder Willi Mattes - traten ans Pult. Die beliebten Gesangsstars der damaligen Zeit Anneliese Rothenberger, Sari Barabas, Trude Eipperle, Rosl Schwaiger, Peter Anders oder Ferry Gruber waren regeläßig zu hören.
1967-1975
Kurt Eichhorn wird Nachfolger von Werner Schmidt-Boelcke. Unter seiner Leitung widmenten sich die Münchner Sonntagskonzerte verstärkt der Oper. Während seiner Chefdirigentenzeit wurden u.a. alle Bühnenwerke Carls Orffs aufgeführt.
1975-1981
Heinz Wallberg übernimmt als Chefdirigent die Leitung des Münchner Rundfunkorchesters. Er leitet neben den zahlreichen Münchner Sonntagskonzerten und den Produktionen für den Rundfunk auch das festliche Konzert zum 25jährigen Bestehen des Orchsters am 23. April 1977.
1982-1985
Lamberto Gardelli ist Chefdirigent des Münchner Rundfunkorchesters.
1988-1989
Giuseppe Patané war nur kurz Chefdirigent des Münchner Rundfunkorchesters. Er erlitt eine Herzattacke währnd einer Aufführung von Rossinis Barbiere di Siviglia im Münchener Nationaltheater und verstarb kurz darauf in einem Münchner Krankenhaus.
1992-1998
Während dieser Zeit ist Roberto Abbado Chefdirigten des Orchesters. Am 26. Juli dirigiert Abbado das Gala-Konzert zum 40jähjrigen Bestehen des Orcheters. Am 4. Juli 1993 leitet Fabio Luisi eine Oper-Air-Konzert auf dem Königsplatz, eine Neuerung, die in den Folgejahren fort geführt wird, Eugene Kohn am 31. Dezember 1993 eine Silvestergala in der Münchner Olympiahalle.
1998-2004
Der Schweizer italienischer Abstammung Marcello Viotti prägt die Jahre von 1998 bis 2004 als Chefdirigent. Seine besondere Leidenschaft gilt dem französischen und italienischen Opernrepertoire. Auf ihn geht auch die Konzertreihe "Paradisi Gloria" zurück, die im Heiligen Jahr 2000 initiiert wird und sich rasch zu einem großem Erfolg wird. Sie stellt geistliche Vokal- und Instrumentalwerke in den Mittelpunkt, die aufgrund ihrer Besetzung oder ihrer Länge nicht im "normalen" Konzertbetrieb aufgeführt werden. Das Jahr 2004 ist eine schwieriges Jahr für das Orchester. Aufgrund finanzieller Probleme wird die Entscheidung gefällt, das Orchester aufzulösen. Zahllose Institutionen, Privatpersonen und Künstler versuchen zusammen mit der Presse, die Intendanz des BR zu bewegen, diese Entscheidung zurückzunehmen. In über 50 Jahren hat das Orchester sich als Klangkörper mit großer Flexibilität erwiesen, der sich über die Jahrzehnte sein Publikum erobert hat. Insbesondere in den letzten beiden Jahrzehnten hat das Orchester erfolgreich daran gearbeitet, sich ein eigens Profil zu geben und ist fest im Musikleben der Region verankert. Marcello Viotti löst seinen Vertrag vorzeigt auf und legt Ende 2004 sein Amt als Chefdirigent nieder.
2005
Am 16. Februar 2005 verstirbt Marcello völlig überraschend, nachdem er bei Proben zu der Oper Manon für die Münchner Sonntagskonzerte einen Schwächeanfall erlitt und auf die Intensivstation eines Münchner Krankenhauses eingeliefert wurde. Die Intendanz des BR entschließt sich, das Münchner Rundfunkorchester in verkleinerter Besetzung weiterzuführen. Intensive Gespräche mit allen Beteiligten haben letztlich dazu geführt. Anfang Dezember gibt der BR bekannt, das Ulf Schirmer ab der Saison 2006/2007 Künstlerischer Leiter des Orchesters wird. Er kennt das Orchester von diversen Gastdirigaten und hat zunächst einen Vertrag auf drei Jahre unterzeichnet.

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