Claudio Abbado: Biographie
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Claudio Abbado

* 26.06.1933 in Mailand
† 20.01.2014 in Bologna

Biographie Diskographie [11]

Biographie

26.6.1933
geboren in Mailand (Italien).
ab 1949
Studium am Konservatorium Giuseppe Verdi in Mailand (Klavier, Orchesterleitung und Komposition).
1955
Studium in der Dirigierklasse von Hans Swarovsky in Wien.
1958
Gewinn des Kussewitzky-Preises in Tanglewood, USA.
1960
Debüt an der Mailänder Scala im Rahmen der Festwochen zum 300. Geburtstag von Alessandro Scarlatti.
1963
Gewinn des Mitropoulos-Wettbewerbes in New York, Karajan lädt ihn ein, in Salzburg Mahlers zweite Sinfonie mit den Wiener Philharmonikern aufzuführen.
1965
UA von Giacomo Manzonis Oper "Atomtod" an der Mailänder Scala.
1966
Debüt beim London Symphony Orchestra und bei den Berliner Philharmonikern.
1968-1986
Musikdirektor an der Mailänder Scala.
1975
UA von Luigi Nonos Oper Al gran solo carico d'amore.
1978
Gründung des European Community Youth Orchestra aus dem später das Chamber Orchestra of Europe hervorgeht.
1986-1991
Musikdirektor der Wiener Staatsoper.
1986
Gründung des Gustav-Mahler-Jugendorchsters.
1988
Gründung des Festivals "Wien modern".
1989
Gründung von "Ferrara musica".
1990-2002
Nachfolger von Herbert von Karajan als Chefdirigent der Berliner Philharmoniker.
1994-2002
Leitung der Salzburger Osterfestspiele.
1992
Verleihung des Bundesverdienstkreuzes.
1994
Preisträger des Ernst-von-Siemens-Musikpreises.
1995
Die deutsche Übersetzung von Abbados Buch "Das klingende Haus. Eine Einführung in die Welt der Musik" erscheint.
2000
Erkrankung an Krebs, die den Dirigenten zwingt, sein Arbeitspensum zu reduzieren.
2002
Nach 12 Jahren endet Mitte 2002 die Tätigkeit Abbados als Chefdirigent der Berliner Philharmoniker. Im Mai unternimmt er mit dem Orchester eine Abschiedstournee und durch mehrere italienische Städte und nach Wien. Bundespräsident Johannes Rau verleiht ihm das Bundesverdienstkreuz mit Stern.
2003
Am 26.6. feiert Abbado seinen 70. Geburtstag. Verleihung des japanischen Kunstpreises "Praemium imperiale" im Oktober in Tokio. Gründung des Lucerne Festival Orchestra, das sich aus Musikern großer Orchester und solistisch tätiger Musiker zusammensetzt (Sabine Meyer, Reinhold Friedrich u.v.a.).
2005
Der Intendant der Mailänder Scala, Stephane Lissner, bietet Abbado die Position des Musikdirektors des Hauses an, die der Dirigent jedoch ablehnt.
2008
Im März dirigiert Claudio Abbado erstmals Beethovens Fidelio im Teatro Valli in Reggio Emilia und ging anschließend mit dem Werk auf Tournee nach Madrid, Ferrara, Modena und Baden-Baden. Er leitet das Mahler Chamber Orchestra. Der ursprünglich für die Rolle des Florestan vorgesehene Jonas Kaufmann musste kurzfristig wegen einer geprellten Rippe absagen und nachdem Eric Wottrich ebenfalls nicht auftreten konnte, sang schließlich Clifton Forbis die Titelrolle an der Seite von Anja Kampe als Leonore. Regie führte der Filmregisseur Chris Kraus, der damit erstmals bei einer Oper Regie führte. Am 20. Mai probte Abbado an seiner früheren Wirkungsstätte, der Berliner Philharmonie, als dort ein Brand im Dachstuhl ausbrach. Daher mussten die drei Konzerte mit dem Te Deum von Berlioz und dem vierten Klavierkonzert von Beethoven mit Maurizio Pollini in die Waldbühne verlegt werden. Am 26. Juni feiert Claudio Abbado seinen 75. Geburtstag.
2009
Mozart-Requiem mit dem Mahler Chamber Orchestra in Ferrara und Reggio Emilia, drei Konzerte bei den Berliner Philharmonikern.
2013
Drei Konzerte bei den Berliner Philharmonikern. 80. Geburtstag des Dirigenten am 26. Juni. Zahlreiche TV Sender nehmen dies zum Anlass, ausführliche Dokumentationen zu senden. Aus gesundheitlichen Gründen muss Abbado die geplanten Konzerte mit dem Lucerne Festival Orchestra im September in Japan absagen.
2014
Nach schwerer Krankheit Tod des Dirigenten am 20. Januar 2014 im Alter von 80 Jahren in Bologna.

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