Krystian Zimerman: Biographie
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Krystian Zimerman

* 05.12.1956 in Zabrze

Am 5. Dezember 2016 wird der polnische Pianist Krystian Zimerman 60 Jahre alt. Er begann ab dem fünften Lebensjahr mit dem Klavierspiel und gewann im Alter von 18 Jahren 1975 den renommierten Chopin Wettbewerb in Warschau. Seitdem gehört er zur internationalen Pianistenelite und gilt als einer der interessantesten Chopin-Interpreten. Seine überaus sorgfältig vorbereiteten Konzertauftritte beschränkt er auf unter 50 pro Jahr, da er auch als Dozent und Kammrmusiker tätig ist. Außerden legt er immer wieder größere Auftrittspausen ein, um sein Repertoire in Ruhe zu erweitern und und darüber zu reflektieren. 1977 gastierte er erstmals bei den Salzburger Festspielen, 1988 realisierte er die Uraufführung von Witold Lutolslawskis Konzert für Klavier und Orchester und 1999 gründete er ein Orchester mit polnischen Musikern für eine Tournee, auf der er Chopins Klavierkonzerte spielte und dirigierte. Höhepunkt der Konzertreise war ein Gedenkkonzert in Paris an Chopins Todestag. Eine Besonderheit dieses Pianisten ist zudem, dass er mit seinem eigenen Steinway reist und bei Konzerten mit den jeweils vorhandenen Instrumnenten kein Risiko eingehen will. Kein Wunder, dass er sein Spiel unterbricht, als er feststellt, dass er aus dem Publikum mit dem Handy gefilmt wird - was rücksichtslos und ohnehin verboten ist.

Biographie Diskographie [4]

Biographie

5.12.1956
geboren in Zabrze. Erster Klavierunterricht mit 5 Jahren von seinem Vater, einem Pianisten. Zwei Jahre später wurde er ein Schüler von Andrzej Jasinski, der ihn bis zum Ende seines Studiums betreuen sollte.
1973
1973 gewann er den Internationalen Ludwig-van-Beethoven-Pianistenwettbewerb in Hradec Kralove.
1975
Beginn der internationale Karriere mit dem Gewinn des Ersten Preises beim Frederic-Chopin-Wettbewerb in Warschau.
1976
Einladung von Arthur Rubinstein nach Paris. Diese Begegnung sollte einen nachhaltigen Einfluss auf die Entwicklung des jungen Künstlers haben.
1977
Abschlussexamen und Konzertdiplom. Debüt bei den Salzburger Festspielen mit einem Chopin-Recital.
1978
Am 17.8. Recital mit Chopin und einr Brahms Sonate bei den Salzburger Festspielen.
1979
US-Debüt bei den New Yorker Philharmonikern. Beginn der internationalen Karriere, die jedoch immer wieder durch Ruhepausen und Abwesenheit vom Konzertpodium durchzogen ist.
1980
UA von Withold Lutoslawskis Konzert für Klavier und Orchester.
1984
Seit 1984 lebt Krystian Zimerman in Basel und leitet dort die Meisterklasse für Klavier.
1985
Auszeichnung mit dem Preis der Accademia Chigiana in Siena als bester junger Musiker des Jahres.
1994
Auszeichnung mit dem Preis der Leonie-Sonning-Stiftung in Kopenhagen.
1998
Am 29. Oktober 1998 gab Zimerman eine Pressekonferenz, zu der er - nach mehrjähriger Abwesenheit aus Polen - extra nach Warschau geflogen war. Er verkündete seine Absicht, die Chopin-Klavierkonzerte als Hommage an den Komponisten zu dessen 150. Todestag weltweit aufzuführen. "Ich hatte die Ehre, diese beiden Werke mit den bedeutendsten polnischen und ausländischen Dirigenten zu spielen. Von jedem von ihnen habe ich etwas gelernt, ich sammelte unterschiedliche Ideen und verband sie mit einer eigenen Vision der Konzerte Chopins, die langsam feste Gestalt annahm. Schließlich gelangte ich zu der Überzeugung, dass ich sie gerne 'von A bis Z' selbst machen würde, angefangen mit dem 'Machen' eines neuen Orchesters. Vielleicht ist Ihnen bereits aufgefallen, dass heutzutage alle Orchester ziemlich ähnlich spielen. Am Klang allein lässt sich heute kaum noch erkennen, ob es sich um ein Orchester aus Paris, New York oder Tokio handelt. Die Schallplattenindustrie hat die Interpretationen sozusagen 'globalisiert'. Mir persönlich fällt es schwer, bestimmte Klangmerkmale in bestehenden Orchestern wiederzufinden. Außerdem proben Orchester nur ungern, ich hingegen liebe es zu proben, und das sogar wochenlang. Also dachte ich mir, ich müsste eine Handvoll Leute finden, die diese Freude am Experimentieren mit mir teilen würden, um gemeinsam mit ihnen etwas zu probieren, das ein Konglomerat aus all meinen Erfahrungen der letzten zwanzig Jahre sein würde." Und so geschah es. Nach einem langwierigen Auswahlverfahren, an dem Krystian Zimerman persönlich teilnahm, entstand das Polish Festival Orchestra, das sich aus jungen polnischen Musikern zusammensetzte. Der große Pianist leitete unzählige Proben und gab über 30 Konzerte in den großen musikalischen Zentren Europas, in vier polnischen Städten und in den Vereinigten Staaten, unter anderem in der Carnegie Hall. Die Auftritte Krystian Zimermans sorgten überall für großes Aufsehen. In der Salle Pleyel in Paris musste das Konzert wiederholt werden. Im August 1999 machte die Deutsche Grammophon im Giovanni Agnelli Auditorium in Turin eine Aufnahme der beiden Konzerte Chopins, die wenige Wochen später auf CD erschien und augenblicklich um die ganze Welt ging.
1999
Gründung des Polish Festival Orchestra - ein Kammerorchester, das mit einer großen Tournee anlässlich des 150. Todestages von Frederic Chopin einen weltweiten Erfolg feierte.
2004
Nach langer Pause erscheinen bei seinem Exklusiv-Label Deutsche Grammophon die Klavierkonzerte Nr. 1 und 2 von Rachmaninoff. begleitet vom Boston Symphony Orchestra unter der Leitung von Seiji Ozawa. Konzert im Wiener Musikverein am 10. Juni 2004 (Chopin).
2005
Auszeichnung mit dem Orden der französischen Ehrenlegion. Die Verleihung fand am 24. Januar 2005 in Cannes statt und wurde vom französischen Kultusminister Renaud Donnedieu de Vabres vorgenommen.
2008
Konzert beim Klavier-Festival Ruhr und bei den Salzburger Festspielen (Raritäten polnischer Komponisten).
2013
Bei einem Konzert in der Philharmonie Essen ist Zimerman verärgert, als er feststellt, dass ein Zuhörer das Konzert filmt. Er unterbricht das Konzert, verlässt die Bühne und macht anschließend seinem Ärger über illegale Videos Luft.
2015
Am 6. Nov. Schubert-Sonaten in der Berliner Philharmonie.
2016
Im Mai Recital mit Schubert und Szymanowski im Wiener Musikverein.

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Entschleunigte Feinfühligkeit, forsche Damenpranke

Edition Stefan Askenase

Noch in den 60er Jahren des vorigen Jahrhunderts konzertierte der aus dem galizischen Lemberg stammende Pianist Stefan Askenase reglemäßig in den europäischen Konzertsälen. Das ältere Publikum hatte den Chopin-Interpreten gleichsam abonniert, bei den Jüngeren und im abgehobenen Kreis des deutschsprachigen Kritikernachwuchses galt der zierliche belgisch-polnische Theodor Pollak- und Emil von Sauer Schüler als Vertreter einer konservativen Handhabe, als ein leibhaftiges Fossil vergangener Chopin-Stilistik.

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