Michael Tilson Thomas: Biographie
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Michael Tilson Thomas

* 21.12.1944 in Los Angeles

Michael Tilson Thomas, Chefdirigent des San Francisco Symphony Orchestra, feierte am 21. Dezember 2014 seinen 70. Geburtstag. Der vielseitige Musiker ist als Dirigent, Pianist, Dozent und Komponist erfolgreich. Er hat mehr als 200 Schallplattenaufnahmen veröffentlicht, konzertiert regelmäßig mit bekannten Orchestern aus aller Welt, und ist in zahlreichen Fernseh- und Videoaufnahmen aufgetreten. Michael Tilson Thomas wurde am 21.12.1944 in Los Angeles geboren. In seiner Familie gehört er bereits der dritten Künstlergeneration an. Mit Strawinsky, Boulez, Stockhausen und Copland arbeitete Tilson Thomas an den Erstaufführungen ihrer Kompositionen während der Montagabendkonzerte in Los Angeles. Gleichzeitig arbeitete als er Pianist und Dirigent mit Gregor Piatigorsky und Jascha Heifetz. Als Schüler von Friedelind Wagner war er musikalischer Assistent und stellvertretender Dirigent bei den Bayreuther Festspielen. Nach der Verleihung des Koussewitzky Preises in Tanglewood wurde er 1969 zum stellvertretenden Dirigenten des Boston Sinfonieorchesters berufen. Im gleichen Jahre feierte er mit dem Boston Sinfonieorchester sein Debüt in New York und wurde international bekannt, als er den musikalischen Leiter William Steinberg mitten im Konzert ablöste. Später wurde Tilson Thomas zum ersten Gastdirigenten des Boston Sinfonieorchesters ernannt. Diese Position hatte er bis 1974 inne. Von 1971 bis 1979 war er musikalischer Leiter des Buffalo Sinfonieorchesters sowie von 1981 bis 1985 Gastdirigent der Los Angeles Philharmoniker. Ab 1986 war Michael Tilson Thomas Chefdirigent der Londoner Sinfoniker. Während dieser Zeit entstanden einige von der Kritik hochgelobte Aufnahmen, das Orchester und sein Leiter unternahmen internationale Gastspiele und traten bei hochangesehenen Konzertreihen und Festivals in London auf. Inzwischen hat Tilson Thomas bei den Londoner Sinfonikern die Rolle des leitenden Gastdirigenten übernommen. Im Juni 1990 eröffnete er zusammen mit Leonard Bernstein die Pazifischen Musikfestspiele im japanischen Sapporo. Seither kehrt er jeden Sommer als künstlerischer Leiter zu diesem Festival zurück. Im Juni 1993 wurde Michael Tilson Thomas zum Chefdirigenten des San Fransisco Symphonie Orchestras ernannt, eine Posititon, die er bis heute inne hat. Im Februar 1998 rief er die New World Symphony ins Leben, ein nationales Orchester für die begabtesten Schüler der amerikanischen Konservatorien. Neben einer regelmässigen Konzertsaison in Miami, im Bundesstaat Florida, war dieses Orchester schon in Frankreich, Großbritannien, Südamerika, Japan und den Vereinigten Staaten zu hören. Im Jahre 1990 unternahm Tilson Thomas mit dem Orchester eine US-Tournee, bei der seine eigene Komposition Aus dem Tagebuch der Anne Frank zur Aufführung kam. Das Werk entstand im Auftrag der UNICEF; Erzählerin war Audrey Hepburn. Seither wurde die Komposition in japanischer, hebräischer, französischer und niederländischer Sprache aufgeführt.

Biographie Diskographie [1]

Biographie

1944
Geboren am 21. Dezember in Los Angeles
1954
Besuch der University of Southern California Preparatory School; Klavierschüler von Dorothy Bishop
1962
Studien an der University of Southern California; Klavierstudium bei John Crown, Dirigieren und Komposition bei Ingolf Dahl
1963
Pianist und Dirigent der „Montagabend"-Konzerte in Los Angeles, Zusammenarbeit mit Gregor Piatigorsky und Jascha Heifetz
1966
Student bei Friedelind Wagner, Assistenzdirigent in Bayreuth
1967
Ersteinspielung der vierhändigen Version des „Sacre du printemps" (mit Ralph Grierson) für EMI unter Aufsicht Igor Strawinskys
1968
Gewinner des Koussevitzky-Preises in Tanglewood
1969
Am 22. Oktober springt MTT für William Steinberg im Lincoln Center in einem Konzert mit dem Boston Symphony Orchestra ein. In der Saison 1969-1970 dirigiert er 37 Konzerte mit diesem Orchester
1970
„Appointed Associate Conductor" des Boston Symphony Orchestra, London-Debüt mit dem London Symphony Orchestra. Beginn der Aufnahmetätigkeit für CBS
1972
Zu Gast bei folgenden Orchestern: Israel Philharmonic, London Symphony, Los Angeles Philharmonic, New York Philharmonic. In den folgenden Jahren Gastdirigate mit weiteren internationalen Orchestern und Auftritte bei Festivals. Beginn einer jahrelangen Mitarbeit an Fernsehsendungen
1973
Music Director des Buffalo Philharmonic Orchestra, Music Director des Ojai Festival
1981
Principal Guest Conductor des Los Angeles Philharmonic Orchestra (bis 1985)
1982
Gastdirigat bei den Berliner Philharmonikern
1983
Artistic Director Los Angeles Philharmonic Institute (bis 1985)
1984
Principal Guest Conductor des Los Angeles Philharmonic
1988
Principal Conductor des London Symphony Orchestra, Artistic Advisor des New World Symphony Orchestra
1990
MTT führt mit New World Symphony seine Komposition „Aus dem Tagebuch der Anne Frank" auf
1994
MTT wird Music Director des San Francisco Symphony Orchestra
1995
Aufnahmetätigkeit für RCA/BMG - 25 Aufnahmeprojekte bis zum Jahr 2000
2002
Michael Tilson Thomas und das London Symphony Orchestra unternehmen eine Kurz-Tournee durch Deutschland und sind an drei aufeinander folgenden Tagen im Berliner Konzerthaus zu erleben. Den Auftakt macht das Orchester mit Mahlers Sinfonie Nr. 9 D-Dur, morgen ist die Sinfonie Nr. 15 von Schostakowitsch und dessen Cellokonzert Nr. 2 op. 126 zu hören und am 11.11. spielt das Orchester Werke von Berg, Schönberg und Mahlers Adagio aus der 10. Sinfonie. Anne-Sophie Mutter ist die Solistin des Berg-Violinkonzertes, Lynn Harrell der Interpret des Cellokonzertes. Nächste Station der Tournee ist Frankfurt am Main und schließlich das Festspielhaus Baden-Baden, wo die beiden Konzerte mit den Solisten Lynn Harrell (Violoncello) und Anne-Sophie Mutter (Violine) am 13. und 14. November wiederholt werden.
2003
In Frühjahr geht das San Francisco Symphony Orchestra unter der Leitung von Michael Tilson Thomas vom 7. bis 25. Mai auf Europa-Tournee. Das Orchester gastiert an jeweils zwei Abenden in Dublin, London, Köln, Wien und Prag sowie jeweils an einem Abend in Brighton, Brüssel, Amsterdam, Düsseldorf und Paris, wo die Tournee endet. Auf dem Programm stehen neben Mahlers 9. Sinfonie, Tschaikowskys Manfred Sinfonie und Coplands 3. Sinfonie zwei Werke, die auf der Tournee ihre Europa-Premiere erleben werden, und zwar John Adams My Father Knew Charles Ives und die Poems of Emily Dickinson von Michael Tilson Thomas mit Barbara Bonney als Solistin. Die Komposition erlebte in der letzten Saison in San Francisco ihre Uraufführung mit Renée Fleming. Die zweite Solistin auf der Tournee ist Hilary Hahn, die das Violinkonzert in D von Igor Strawinsky spielen wird.
2004
Im November Europa-Tournee mit dem San Francisco Symphony Orchestra und Leif Ove Andsnes (Spanien, Italien und Griechenland). Mit zwei Konzerten in Athen gastiert das Orchester erstmals in Griechenland. Zum sechzigsten Geburtstag des Dirigenten im Dezember feiert das Orchester mit dem Dirigenten und mit prominenten Künstlern - darunter Frederica von Stade und Thomas Hampson - in einem Gala-Konzert.

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