Elisabeth Schwarzkopf: Biographie
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Elisabeth Schwarzkopf

dt. Sängerin (Sopran)

* 09.12.1915 in Jarotschin bei Posen
† 03.08.2006 in Schruns

Nur wenige Sängerinnen des 20. Jahrhunderts können auf eine vergleichbare Karrieren zurückblicken wie Elisabeth Schwarzkopf. Die Sopranistin hat mit einer Repertoire-Bandbreite, die vom Lied bis zur Oper und Operette reicht, Musik- Aufnahme- und Firmengeschichte geschrieben. Durch ihre Ehe und langjährige künstlerische Zusammenarbeit mit dem legendären Produzenten Walter Legge ist der Name Elisabeth Schwarzkopf untrennbar mit dem Repertoire und der Geschichte des Labels EMI Classics verbunden, dessen Backkatalog noch immer unzählige ihrer Aufnahmen umfasst. Am 9.12.2015 feiert die Musikwelt den 100. Geburtstag der großen Sängerin, die über ihre künstlerische Bedeutung hinaus auch eine beredte Zeitzeugin des 20. Jahrhunderts war. Elisabeth Schwarzkopf wurde 1915 in Jarotschin bei Pozñan (Posen) geboren, studierte Gesang an der Berliner Musikhochschule und gab 1938 am Deutschen Opernhaus Berlin ihr Debüt. Der Durchbruch kam mit Karl Böhms Einladung an die Wiener Staatsoper. Anfangs vor allem im italienischen Fach erfolgreich, feierte sie bald auch Erfolge mit Richard-Strauss-Partien – insbesondere als Marschallin (Rosenkavalier) und Gräfin (Capriccio). 1971 zog sie sich von der Opernbühne zurück und beschränkte sich auf die Kunst des Liedgesangs und später auf das Unterrichten. Die fast vier Jahrzehnte umfassende Schallplattengeschichte, die Elisabeth Schwarzkopf verkörpert, ist zum großen Teil auf CD zugänglich – vor allem in der Serie Great Recordings of the Century.

Biographie Diskographie [13]

Biographie

9.12.1915
geboren in Jarotschin bei Posen.
1934
Beginn der Ausbildung bei Lula Mysz-Gmeiner in Berlin.
1938
Debüt an der Städt. Oper Berlin und Fortführung ihrer Ausbildung bei Maria Ivogün und deren Ehemann, dem berühmten Pianisten Michael Raucheisen.
1944
Engagement an die Wiener Staatsoper als Zerbinetta (Ariadne auf Naxos).
1947
Gastspiel mit dem Ensemble der Wiener Staatsoper als Donna Elvira (Don Giovanni) und Marzelline an der Londoner Oper Covent Garden.
1949
Debüt bei den Salzburger Festspielen als Figaro-Gräfin, im gleichen Jahr in der gleichen Rolle auch Scala-Debüt.
1951-1959
Bei der Wiedereröffnung der Bayreuther Festspiele nach dem 2. Weltkrieg Eva (Die Meistersinger von Nürnberg). Im selben Jahr am 11.9. Ann Trulove bei der UA von Strawinskys The Rake's Progress am Teatro La Fenice in Venedig. Regelmäßige Gastspiele an der Londoner Covent Garden Opera als Pamina (Zauberflöte), Susanna (Figaros Hochzeit), Eva (Meistersänger), Mimi (La Bohème) und Marschallin (Rosenkavalier).
1953
Trionfo di Afrodite von Carl Orff an der Mailänder Scala unter der Leitung von Herbert von Karajan.
1955
USA-Debüt mit einem Liederabend in New York.
1955-1964
Regelmäßige Gastspiele an der Oper von San Francsico.
1958
Fiordiligi (Cosí fan tutte) bei den Salzburger Festspielen, Reprisen 1961 bis 1964).
1964
Met-Debüt als Marschallin (Rosenkavalier).
1972
Bühnenabschied mit der Maschallin, eine ihrer Glanzrollen.
1979
Letztes Konzert in Zürich, wo sie nach dem Tod ihres Mannes, Walter Legge, lebte. Danach gefragte Gesangspädagogin.
1981
Einmaliger Versuch als Regisseurin mit dem Rosenkavalier an der Brüsseler Oper.
1982
Zusammen mit ihrem Mann, Walter Legge, der sie in künstlerische Hinsicht insbesondere bei ihren Schallplatten betreute, veröffentlicht sie ihre Memoiren unter dem Titel: Gehörtes. Ungehörtes. Memoiren. (München 1982).
1983
Ernennung Ehrenmitglied der Wiener Staatsoper.
1992
Ernennung zur "Dame of the British Empire" durch Königin Elizabeth II.
1990
Die württembergische Landesregierung verleiht ihr den Titel Professor.
1996
VÖ von Alan Sanders: Elisabeth Schwarzkopf - A Career on Record. Zahlreiche Aufnahmen bei Decca und EMI.
2006
Elisabeth Schwarzkopf stirbt am 3. August 2006 im Alter von 90 Jahren.

Rollen und Besetzungen:

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