Kurt Sanderling: Biographie
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Kurt Sanderling

* 19.09.1912 in Arys (Ostpreussen)
† 18.09.2011 in Berlin

Am 18. September jährt sich der Todestag des Dirigenten Kurt Sanderling zum fünften Mal. Er gehörte zu den "großen Alten“, deren Wirken mehrere Generationen von Nachwuchsmusiker beeinflußt hat. Kurt Sanderling wurde am 19. September 1912 in Ostpreußen geboren und debütierte 1931 als Korreptitor an der Städtischen Oper Berlin. Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten ging er in die Sowjetunion, wo er nach Engagements in Moskau und Charkow viele Jahre lang die Leningrader Philharmoniker leitete und am dortigen Konservatorium unterrichtete. 1960 kehrte er nach Ost-Berlin zurück und übernahme das damaliger Berliner Sinfonieorchester. Relativ spät begann seine internationale Karriere, die ihn zu den größten Orchestern in die USA, nach Japan und in alle wichtigen europäischen Metropolen führte. Neben eindrucksvollen Aufführungnen der Sinfonien von Bruckner, Mahler oder Schostakowitsch, war Kurt Sanderling stets an zeitgenössischer Musik interessiert und hat Werke von Siegfried Matthus, Ernst Hermann Meyer, Rudolf Wagner-Régeny und Dieter Zechlin uraufgeführt. Zu seinem 90. Geburtstag erschienen seine Memoiren unter dem Titel „Andere machten Geschichte, ich machte Musik“. Sein künstlerisches Vermächtnis liegt in zahlreichen Tondokumenten vor. Kurt Sanderling starb am 18.9.2011 in Berlin im Alter von 98 Jahren, einen Tag vor seinem 99. Geburtstag.

Biographie Diskographie [4] Texte [1]

Biographie

1912
am 19. September im ehemals ostpreußischen Arys geboren
1916
erster Klavierunterricht
1922
Besuch des Gymnasiums in Königsberg; Klavier- und Theorieunterricht
1926
Umzug nach Berlin
1931
Abitur; pianistisch tätig als Begleiter und bei Kammermusik; Korrepetitor an der Städtischen Oper Berlin an der Bismarckstraße (heute Deutsche Oper Berlin)
1933
aus „rassischen Gründen" Verlust der Korrepetitorenstelle; künstlerisch tätig im „Jüdischen Kulturbund"
1936
Emigration in die Sowjetunion; Anstellung am Moskauer Rundfunk als Assistent von Georges Sébastian
1937
Debüt als Dirigent am Moskauer Rundfunk mit einer konzertanten Aufführung von Mozarts Oper „Die Entführung aus dem Serail"
1939
Chefdirigent der Philharmoniker in Charkow
1941
gemeinsam mit Jewgeni Mrawinski Leiter der Leningrader Philharmoniker (bis 1960)
1960
Rückkehr nach Deutschland (DDR); Chefdirigent und Künstlerischer Leiter des Ostberliner Sinfonie-Orchesters
1962
Nationalpreis der DDR II. Klasse
1964
Chefdirigent der Staatskapelle Dresden (bis 1967)
1974
Nationalpreis der DDR I. Klasse
1975
Goethe-Preis der Stadt Berlin
1987
50jähriges Jubiläum als Dirigent
2001
Letztes Dirigart beim Symphonieorchester Berlin.
2002
Veröffentlichung der Autobiographie des Dirigenten unter dem Titel: "Andere machten Geschichte, ich machte Musik".
2011
Am 17. September stirbt Kurt Sanderling im Alter von 98 Jahren in Berlin, einen Tag vor seinem 99. Geburtstag.

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