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Badisches Staatstheater Karlsruhe

Opernhäuser insgesamt: 117

 

Theatergeschichte ↓ zur Geschichte des Opernhauses

Anschrift:
Deutschland

D 76125 Karlsruhe
Baden-Württemberg
Tel.:0721-93 33 33
Fax:
eMail → kartenverkauf@bstaatstheater.e
Homepage: → www.staatstheater.karlsruhe.de
Ticketinfo:Vorverkauf Mo-Fr von 10.00 h - 18.30 h, Sa von 10.00 - 13.00 h
Spielstätten: Badisches Staatstheater Karlsruhe
Karlsburg
Oper mobil - Insel
Schloss Karlsruhe

Geschichte

Bis die Oper in Karlsruhe eine angestammte Bleibe finden konnte, hatte sie eine zum Teil doch recht wechselvolle Geschichte zu „durchleben“. Die erste aktenkundige Erwähnung der Hofkapelle von Baden-Durlach stammt aus dem Jahr 1662. Überliefert ist, daß man hier – der Zeit entsprechend – vor allem Mythologien, Ballette, Allegorien und Singspiele pflegte. Nach der Gründung der Stadt Karlsruhe im Jahr 1715 wurde die Gesellschaft markgräflich-badischer Komödianten sowie die Hofkapelle 1719 nach Karlsruhe überführt. Das im Ostflügel des Schlosses eingebaute „Operenhauß“ öffnete seine Tore am 13.1.1719 mit dem Schäferspiel Celindo. Mit Ausbruch des Polnischen Erbfolgekriegs wurden 1733 die Theatervorstellungen eingestellt, das Personal entlassen und die Hofkapelle reduziert. 1747 traten die ersten wandernden Komödiantentruppen in Karlsruhe auf. 1771 kam es schließlich zur Vereinigung der Markgrafschaften Baden-Durlach und Baden-Baden, was die Verstärkung der Karlsruher Hofkapelle durch das Hoforchester von Rastatt nach sich zog. 1782 erfolgte am Linkenheimer Tor die Einrichtung des „Comoedienhaußes“. Der 1787 gestartete Versuch, ein Markgräflich badisches Hoftheater zu gründen und die Truppe des Prinzipals Appelt durch den Hof zu übernehmen scheiterte 1790 an den Auswirkungen der Französischen Revolution. Gleichzeitig markierte dieser Versuch den Beginn der Cavaliers-Intendanzen. 1803 wird Baden Kurfürstentum. Nach der Vereinigung mit den badischen Teilen des Fürstbistums Speyer wurden die Mitglieder der Fürstbischöflichen Hofkapelle Bruchsal übernommen.

1806 wird Baden Großherzogtum. Das von Weinbrenner neu erbaute Theaterhaus am Schloßplatz wurde 1808 mit Spindlers Singspielen Fest der Weihe und Triumph mütterlicher Liebe unter Vogels Prinzipalschaft eröffnet. Aufgrund der Kabinettsordre vom 10.8.1810 erfolgte die Gründung des Großherzoglichen Hoftheaters sowie die Übernahme von Vogels Truppe auf Rechnung des Hofes. Bereits am 9.11. desselben Jahres konnte die erste reguläre Karlsruher Theaterspielzeit mit Achilles von Paër eröffnet werden; zugleich gab es die erste Vorstellung im ersten Abonnement. Am 28.2.1847 brach im Karlsruher Hoftheater ein Feuer aus, dem 63 Menschen zum Opfer fielen. Das Komödienhaus am Linkenheimer Tor wurde zum Interims-Theater. 1851 konnte man das von Heinrich Hübsch erbaute Haus am Schloßplatz mit Schillers Jungfrau von Orleans eröffnen, und schließlich fand auch am 6.8.1862 mit Konradin Kreutzers Nachtlager in Granada die Eröffnungsvorstellung im neuerbauten Baden-Baden-Theater statt. 1918 wird das Großherzogliche Hoftheater zum Badischen Landestheater und 1933 zum Badischen Staatstheater. Im Rahmen des „totalen Kriegs“ wurde das Badische Staatstheater am Schloßplatz am 1.9.1944 geschlossen, und am 26. und 27.9. bei einem Luftangriff auf die Stadt zerstört.

Nach dem Krieg fand man vorübergehend im Konzerthaus am Festplatz ein Zuhause; die erste Spielzeit der Nachkriegszeit eröffnete man am 27.10. mit Jedermann von Hofmannsthal. Bis 1946 unterhielt man eine Zweigbühne in der Festhalle Durlach. 1950 konnte mit Goethes Faust das Kleine Haus am Festplatz eröffnet werden. 1953 schließlich wurde das Konzerthaus umgebaut, das neugestaltete Große Haus am Festplatz am 14.10. mit Mozarts Zauberflöte wiedereröffnet.

1959 wurde dann für den Theaterneubau am Schloßplatz ein Internationaler Architektenwettbewerb ausgeschrieben. Der Neubau wurde jedoch nicht ausgeführt, da an der vorgesehenen Stelle das Bundesverfassungsgericht entstand. Die Ära der Häuser am Festplatz ging schließlich 1975 zu Ende, als nach einer Bauzeit von fünf Jahren das von Helmut Bätzner errichtete Neue Haus am Ettlinger Tor mit Mozarts Zauberflöte eröffnet wurde (29.8.). Die erste Vorstellung im neuen Kleinen Haus fand am 27.9. statt.

Künstlerische Highlights

Die Liste der bekannten Künstler, die in Karlsruhe auf der Bühne standen, wird angeführt von Albert Lortzing, der bereits 1815 im Herzoglichen Hoftheater in Kinderrollen auftrat. Nebenbei sei erwähnt, daß im gleichen Jahr Johann Wolfgang von Goethe bei seinem Karlsruhe-Aufenthalt eine Vorstellung besucht haben soll. Am 9. Dezember 1829 gab auch Niccolo Paganini ein Konzert im Hoftheater. 1852 war Gustav Freytag bei der Erstaufführung seiner Journalisten anwesend und bezeichete diese Premiere als die „eigentliche Uraufführung“ seines Lustspiels. Am 3. Oktober schließlich dirigierte Franz Liszt die neunte Sinfonie von Beethoven. 1876 fand unter der Leitung von Otto Dessoff die Uraufführung von Johannes Brahms’ erster Sinfonie in Karlsruhe statt. Zu einem europäischen Musikereignis wurde die Uraufführung der Trojaner von Héctor Berlioz am 6./7. Dezember 1890. Nur wenige Wochen nach der Dresdener Uraufführung fand am 17. März 1911 die Rosenkavalier-Premiere in Karlsruhe statt. Vom 9. bis 13. November 1913 veranstaltete man in Karlsruhe die erste Richard Strauss-Festwoche. Der Komponist dirigierte eigene Opern und konzertante Werke. Auch Hans Pfitzner weilte während der 20er und 30er Jahre des öfteren als Gastdirigent in Karlsruhe. Am 11. Januar 1924 dirigierte er hier erstmals seine Oper Palestrina. Im gleichen Jahr fand vom 1. bis 7. Juni die zweite Richard Strauss-Woche statt, wiederum mit dem Komponisten als Dirigent eigener Werke.

Das Fidelio-Gastspiel des Badischen Staatstheaters Karlsruhe 1949 in Basel war das erste Auslandsgastspiel einer deutschen Bühne nach dem Zweiten Weltkrieg. Es folgten drei Gastspiele im Teatro la Fenice Venedig mit der italienischen Erstaufführung von Carl Orffs Oper Die Kluge am 19., 20. und 22. Februar 1959 sowie das erste Gastspiel 1965 im Großherzogtum Luxemburg. 1978 schließlich wurden die ersten Händel-Tage des Badischen Staatstheaters ins Leben gerufen und 1983 fanden hier die ersten Europäischen Kulturtage statt. 1984/85 schließlich rief man die ersten Händel-Festspiele ins Leben.

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Entschleunigte Feinfühligkeit, forsche Damenpranke

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Noch in den 60er Jahren des vorigen Jahrhunderts konzertierte der aus dem galizischen Lemberg stammende Pianist Stefan Askenase reglemäßig in den europäischen Konzertsälen. Das ältere Publikum hatte den Chopin-Interpreten gleichsam abonniert, bei den Jüngeren und im abgehobenen Kreis des deutschsprachigen Kritikernachwuchses galt der zierliche belgisch-polnische Theodor Pollak- und Emil von Sauer Schüler als Vertreter einer konservativen Handhabe, als ein leibhaftiges Fossil vergangener Chopin-Stilistik.

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