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Niedersächsische Staatsoper Hannover

Opernhäuser insgesamt: 117

 

Theatergeschichte ↓ zur Geschichte des Opernhauses

Anschrift:
Deutschland
Opernplatz 1
D 30159 Hannover
Niedersachsen
Tel.:0511 / 9999 1111
Fax:0511 / 9999 2984
eMail → kasse@staatstheater-hannover.de
Homepage: → www.staatstheater-hannover.de
Ticketinfo:Telefonische Kartenbestellung:
Mo. - Fr. 10.00 - 17.30 Uhr
Sa. 10 - 14 Uhr
Spielstätten: Ballhof I
Ballhof II
Cumberlandsche Galerie
Marschner Saal
Opernhaus
Schauspielhaus

Geschichte

Erste Opernaufführungen in Hannover gehen bereits auf die Jahre 1678 und 1681 zurück. 1688 aber erst ließ Herzog Ernst August ein Schloßtheater bauen, das ausschließlich der Aufführung von Opern dienen sollte. Das neue Haus wurde am 30. Januar 1689 mit Agostino Steffanis Oper Enrico Leone (Heinrich der Löwe) eingeweiht. Es galt als eines der schönsten und größten seiner Zeit. Das „Opernglück“ war in Hannover allerdings nicht von langer Dauer, denn der Nachfolger Herzog Ernst Augusts, sein Sohn Georg Ludwig, ließ nach dem Tode seines Vaters den Opernbetrieb aus Kostengründen einstellen. 1714 zog er mit dem gesamten Hofstaat nach London. Erst in den beiden letzten Jahrzehnten des 18. Jahrhunderts kehrte das Musiktheater in Form des deutschen Singspiels nach Hannover zurück und konnte sich wieder etablieren.

Zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurde es immer offensichtlicher, daß das Schloßtheater dringend einer Renovierung bedurfte. Die Entscheidung, ein neues Opernhaus zu bauen, geht nicht allein auf die Probleme mit dem Haus und der Bühne oder der Tatsache zurück, daß das Schloßtheater nicht beheizbar war, die Entscheidung hatte auch eine politische Dimension: 1814 wurde dem Staatsgebilde Hannover die – allerdings erst 1837 staatsrechtlich verbindlich werdende – Selbständigkeit wiedergegeben. Mit diesem Vorgang war der Wunsch verbunden, ein Nationaltheater nach dem Vorbild Münchens, Dresdens und Berlins zu schaffen. Das neue Hannover neuer nationaler Prägung mußte also ein neues Theater erhalten, das einerseits nicht streng höfisch geprägt war, andererseits aber den Bedürfnissen des humanistisch begründeten Klassizismus entsprach.

Im Jahre 1843 bekam Hofbaurat Georg Ludwig Friedrich Laves von König Ernst August den Auftrag, ein neues Opernhaus auf dem Windmühlenhügel zu bauen, das schließlich am 1. September 1852 eröffnet werden konnte. Es war in seiner Grundfläche das damals größte Theatergebäude Deutschlands. Etwa 2650 Besucher fanden in dem neuen Laves-Bau mit fünf übereinander angeordneten Rängen Platz. Das alte Schloßtheater wurde 1854 abgerissen, obwohl Laves seine alten Umbaupläne bis dahin weiter verfolgt hatte. Der Innenausbau war eher seinem jüngeren Mitarbeiter Molthan zuzuschreiben. Mit der Ausgestaltung des Bühnenhauses mit seinen wesentlichsten Teilen Unter- und Obermaschinerie wurde der berühmte Mannheimer Bühnenmaschinist Josef Mühldorfer (1800-1863) beauftragt. Ihm kommt das Verdienst zu, die alte italienische Telari-Bühne durch das weitaus bessere System der Kulissen- und Soffittenbühne ersetzt zu haben.

Bereits 1895 wurde das Hannoversche Opernhaus als eines der ersten Häuser Deutschlands mit einer hydraulischen Kraftanlage zum Bewegen der aus Stahl hergestellten Untermaschinierie ausgerüstet. Nachdem sich vor allem nach dem Ersten Weltkrieg ein neuer Bühnentyp herauszubilden begann, bei dem ganze, fest zusammengebaute Bilder vom Platz bewegt werden konnten, um ein anderes fertiges Bild an deren Stelle zu rollen, wurde in Hannover im Jahre 1927 die erste umfassende Änderung vorgenommen, indem man den sogenannten Bühnenfall, die fest eingebaute Bühnenschräge mit einer Steigung von 3% beseitigte. Ferner wurde im Zuschauerraum eine Vorbühnenbeleuchtung installiert.

Am 26. Juli 1943 wurde das Opernhaus in Hannover durch amerikanische Brandbomben zerstört, es blieben nur noch die Außenmauern stehen. Aber bereits im September 1949 wurde beschlossen, den Laves-Bau wieder aufzubauen. Dies wurde nach den Plänen des Architekten Kallmorgen in einer Rekordzeit von nur 10 Monaten geschafft. Am 30. November wurde das Haus in Teilen mit einer Festaufführung von Richard Strauss’ Rosenkavalier wieder in Betrieb genommen. In den 50er Jahren wurden nach und nach die in den Jahren 1949 und 1950 aus Zeit- und Kostengründen nicht durchgeführten Wiederaufbaumaßnahmen nachgeholt. Erst in den Jahren 1960-63 wurde die Bühne erstmals komplett saniert und umgestaltet. Jetzt setzte man auch den Kranich-Entwurf einer Sechs-Wagenbühne um. Mit einem Schlag reihte sich das Hannoversche Opernhaus bühnentechnisch gesehen in die Reihe großer Häuser wie München, Wien und Bayreuth ein, denn die gleiche hydraulische Antriebstechnik war auch in diese Häuser eingebaut worden. Doch mehr noch: Hannovers Anlage wurde in den folgenden zwei bis drei Jahren zur ersten elektrisch zentral gesteuerten bühnenhydraulischen Anlage der Welt ausgebaut. 1984/85 wurde der Zuschauerraum umgebaut und 1997 wurde die dritte große Umbaumaßnahme - die Sanierung der Fundamente sowie der Unter- und Obermaschinierie abgeschlossen.

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Entschleunigte Feinfühligkeit, forsche Damenpranke

Edition Stefan Askenase

Noch in den 60er Jahren des vorigen Jahrhunderts konzertierte der aus dem galizischen Lemberg stammende Pianist Stefan Askenase reglemäßig in den europäischen Konzertsälen. Das ältere Publikum hatte den Chopin-Interpreten gleichsam abonniert, bei den Jüngeren und im abgehobenen Kreis des deutschsprachigen Kritikernachwuchses galt der zierliche belgisch-polnische Theodor Pollak- und Emil von Sauer Schüler als Vertreter einer konservativen Handhabe, als ein leibhaftiges Fossil vergangener Chopin-Stilistik.

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