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Staatsoper Stuttgart

Opernhäuser insgesamt: 117

 

Theatergeschichte ↓ zur Geschichte des Opernhauses

Anschrift:
Deutschland
Oberer Schloßgarten 6
D 70173 Stuttgart
Baden-Württemberg
Tel.:0711 / 202090
Fax:0711 / 2020920
eMail → tickets@staatstheater-stuttgart.de
Homepage: → www.staatstheater.stuttgart.de
Ticketinfo:
Spielstätten: Gaststätte Rosenau
Kammertheater
Lokal HI
Staatstheater Stuttgart

Geschichte

Als Gründervater des Opernbetriebs in Stuttgart gilt Johann Siegmund Kusser, der von 1698 bis 1704 die Stuttgarter Hofoper leitete. Eine erste Blütezeit erlebte sie ab 1737 unter Herzog Carl Eugen, der auch 1750 ein neues Theater bauen ließ und die Hofkapelle erweiterte. Den Ruf der Stuttgarter Opernbühne als besonders engagiert und avanciert inszenierendes Haus begründete gegen Ende des letzten Jahrhunderts der Hoftheaterintendant Joachim von Putlitz. Bis Anfang der 1930er Jahre setzte sich diese Tradition fort. Von Putlitz ist es zu verdanken, daß nach dem verheerenden Brand von 1902, bei dem die Hofoper am Schloßplatz (jetzt steht dort das Kunstgebäude mit der Galerie der Stadt Stuttgart und dem Kunstverein) bis auf die Grundmauern abbrannte, ein Neubau mit Großem und Kleinem Haus nach den Plänen Max Littmanns vorangetrieben wurde. Bereits zehn Jahre nach dem Brand wurden die Hoftheater mit der Uraufführung von Richard Strauss’ Ariadne auf Naxos unter der Leitung des Komponisten im Kleinen Haus eröffnet.

Der Intendant Albert Kehm öffnete ab 1920 die Stuttgarter Oper zwei bedeutenden Künstlern der europäischen Avantgarde: Willi Baumeister und Oskar Schlemmer. Schlemmer stattete 1921 die Uraufführung der Einakter Mörder, Hoffnung der Frauen von Kokoschka und Das Nusch-Nuschi von Blei aus, zu denen jeweils Paul Hindemith die Musik geschrieben hatte. Ein Jahr später zeigte er im Kleinen Haus sein Triadisches Ballett. Baumeister entwickelte anstelle traditioneller Bühnenbilder Raumkompositionen architektonischer Elemente und farbiger Flächen.

Von 1949 an wurde die Staatsoper besonders von Wieland Wagner geprägt, der unter der Generalintendanz Walter Erich Schäfers (1950-1972) zusammen mit Günther Rennert und Generalmusikdirektor Ferdinand Leitner das internationale Renommee des Hauses nach dem Krieg begründete. Als Generalintendanten folgten Hans Peter Doll und 1985 Wolfgang Gönnewein. Mit der Spielzeit 1991/92 wurde eine neue Leitungsstruktur eingeführt: Klaus Zehelein und Pamela Rosenberg übernahmen die Leitung des Opernbetriebs.

Akzente Schwerpunkte

„Erlebnisraum Oper“ heißt ein von Klaus Zehelein initiiertes Projekt, das sich an Lehrer und Schüler wendet. Im Rahmen dieser Inititative, bei der eine neue Dimension der Zusammenarbeit zwischen Opernhaus und Schulen erreicht werden soll, wird erstmals die Methode des szenischen Spiels als Instrument des Entdeckens von Opernstoffen eingesetzt. Mit dieser pädagogisch durchdachten Maßnahme will Klaus Zehelein ein neugieriges Publikum ansprechen, das sich lustvoll mit der künstlerischen Form der szenischen und musikalischen Realisierung der Werke aus neuen, eigenen Erfahrungen heraus auseinandersetzt. Erstmals werden dabei auch gemeinsam mit Kindern, Jugendlichen und professionellen Künstlern eigene Inszenierungen erarbeitet und aufgeführt. Erste Erfolge sind bereits zu verzeichnen: Die erste Produktion Der gestiefelte Kater von Cesar Cui ist vom Kultursekretariat Nordrhein-Westfalen als eine der zehn besten Produktionen des Jahres mit drei Vorstellungen zum Kindertheaterfestival Traumspiel eingeladen worden (27.2.-1.3.98). Die Oper Stuttgart ist zusammen mit dem Royal Opera House Covent Garden und der Monnaie-Oper in Brüssel erstes und bisher einziges deutsches Mitglied eines europäischen Netzwerks von Opernhäusern, das sich der Intensivierung der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen im besonderen Maß widmet und das im November 1997 in Stuttgart gegründet wurde.

Die Staatstheater Stuttgart heute:

Klaus Zehelein und Pamela Rosenberg bilden im Rahmen einer 1991 eingeführten neuen Leitungsstruktur der Stuttgarter Staatstheater die Opernintendanz. Ur- und Wiederaufführungen moderner Opern (Wolfgang Rihm: Séraphin) stehen in einem insgesamt breiten Repertoire ebenso auf dem Programm wie bekannte und unbekanntere Werke der Vergangenheit. Künstlerisch haben sich Klaus Zehelein und Pamela Rosenberg den Aufbau eines hochklassigen Ensembles zur Aufgabe gemacht, von dem ganze Inszenierungen getragen werden können.

In der Spielzeit 1996/97 wurde die Umwandlung der Staatstheater in einen landeseigenen Betrieb mit kaufmännischer Buchführung vollzogen.

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Entschleunigte Feinfühligkeit, forsche Damenpranke

Edition Stefan Askenase

Noch in den 60er Jahren des vorigen Jahrhunderts konzertierte der aus dem galizischen Lemberg stammende Pianist Stefan Askenase reglemäßig in den europäischen Konzertsälen. Das ältere Publikum hatte den Chopin-Interpreten gleichsam abonniert, bei den Jüngeren und im abgehobenen Kreis des deutschsprachigen Kritikernachwuchses galt der zierliche belgisch-polnische Theodor Pollak- und Emil von Sauer Schüler als Vertreter einer konservativen Handhabe, als ein leibhaftiges Fossil vergangener Chopin-Stilistik.

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