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Staatstheater Braunschweig

Opernhäuser insgesamt: 117

 

Theatergeschichte ↓ zur Geschichte des Opernhauses

Anschrift:
Deutschland
Am Theater
D 38100 Braunschweig
Niedersachsen
Tel.:0531/1234-567
Fax:0531/1234-570
eMail → service@staatstheater-braunschweig.de
Homepage: → www.staatstheater-braunschweig.de
Ticketinfo:Theaterkasse im Großen Haus (Am Theater/Steinweg):
Mo - Fr 10 - 18.30 Uhr
Sa 10 - 13 Uhr

Konzertkasse:
Schild Ia
38100 Braunschweig
Spielstätten: Auf dem Burgplatz in Braunschweig
Staatstheater Braunschweig
Stadthalle
Theaterspielplatz

Geschichte

Eine der Wiegen des deutschen Theaters stand auf Braunschweigischem Boden. Bereits 1587 wurde in dort die Hofkapelle gegründet, die mit frühen „Singspielen“ den Boden bereitete für die Operntradition in Braunschweig. Seit 1671 gab es hier fürstliche Opernaufführungen, seit 1690 ein eigenes Theaterhaus am Hagenmarkt.

Als 150 Jahre später Bedenken aus brandschutztechnischer Sicht immer lauter wurden, trieb man die Planungen für einen Theaterneubau voran, zumal auch die Bausubstanz und die Bühnenmaschinerie verbraucht waren. Nach einem 1857 ausgelobten Architektenwettbewerb wurden Baurat Karl-Heinrich-Wilhelm Wolf (1798-1869) und Bauingenieur und Professor für Bauwissenschaften am Collegium Carolineum Karl-Friedrich-Heinrich Ahlburg (1816-1874) – verantwortlich für die technische Leitung – mit der Bauausführung beauftragt. Am östlichen Abschluß des Steinweges, auf den als herzoglicher Park umgestalteten Wallanlagen wurde schließlich im Mai 1858 der Grundstein für den Neubau des auf insgesamt 1.350.000,- Mark veranschlagten Hoftheaters gelegt. Nach einer Bauzeit von drei Jahren fand am 1. Oktober 1861 mit Goethes Iphigenie auf Tauris mit einem Prolog: Wettstreit der Musen und der Ouvertüre der Gluck-Oper Iphigenie im neuen Haus die Eröffnungsvorstellung statt. Einen Tag später wurde dann Wagners Tannhäuser gegeben.

Einer großzügigen, auf weiteren 1.300.000,- Mark veranschlagten Umbaumaßnahme, die den veränderten gesellschaftlichen Bedingungen, aber auch den weiterentwickelten bauaufsichtlichen Bestimmungen Rechnung trug, stimmte die Landesversammlung im Mai 1900 zu. Die 1902 begonnenen Arbeiten wurden 1904 abgeschlossen. Der Spielbetrieb wurde am 1. Oktober 1904 mit einer Aufführung von Mozarts Zauberflöte im umgestalteten Hoftheater wieder aufgenommen. Eine weitere Umbauphase (1935-37) hatte die Verbesserung der überalterten Bühnentechnik zum Ziel.

1938 wurde das Braunschweiger Hoftheater in „Braunschweigisches Staatstheater“ umbenannt. Wenige Wochen nach Schließung aller deutscher Theater fiel das Staatstheater in der Nacht vom 14. zum 15. Oktober 1944 einem Bombenangriff zum Opfer. Bühnen- und Zuschauerhaus – beide mit einer Holzbinder-Dachkonstruktion überdeckt ? brannten aus. Lediglich die nackten Wände des großen Innenraumes blieben stehen. Am 14. Juli 1945 erhielt der Intendant des Staatstheaters seitens der Militärregierung den mündlichen, am 29. Juli 1945 den schriftlichen Auftrag zur Wiederherstellung des Theaters. Am 16. Juli 1945 übernahm das Staatliche Hochbauamt Braunschweig, unter der Leitung von Regierungsbaurat Schrader, im Auftrag des Braunschweigischen Staatsministeriums als zuständige Baubehörde die Bauleitung für den Wiederaufbau. Professor J.D. Thulesius von der Technischen Hochschule Braunschweig wurde mit der Gestaltung des Zuschauerraums und aller für das Publikum bestimmten Räume des Theaters betraut. Am 25. Dezember 1948 waren die Wiederaufbaumaßnahmen beendet. Zur Wiedereröffnung wurde Wolfgang Amadeus Mozarts Don Giovanni aufgeführt. Der Niedersächsische Landesrechnungshof stellte 1950 fest, daß für den Wiederaufbau 1.915.306,- DM ausgegeben worden waren und daß „im ganzen gesehen der Bau zweckmäßig und ohne übermäßigen Aufwand ausgeführt wurde."

In der Folgezeit schlossen sich kleinere Umbaumaßnahmen an ? etwa das Vordach über der Eingangstreppe (1961), der Erfrischungsraum unter dem Parkett (1964), die Erneuerungen der Bühnentechnik (1965/ 66), der zweite Ostanbau als letztmögliche bauliche Erweiterung des Gesamtvolumens des Großen Hauses in allen wesentlichen Ebenen (1970?72) sowie die Restaurierung der wertvollen Außenfassade des Hauses (1982/83) ?, ehe sich zum Ende der Spielzeit 1988/89 die Tore des Staatstheaters Braunschweig erneut für eine 16monatige Umbauphase schlossen.

Der Bau eines Kleinen Hauses wurde in Politik und Öffentlichkeit bereits seit 1964 diskutiert. Nach einer langen Planungsphase mit vielen zu überwindenden Hindernissen konnte schließlich am 1. Juni 1992 der Bau in Angriff genommen werden. Einweihung und Premiere feierte das Publikum am 2. März 1996.

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