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Berliner Kammeroper

Opernhäuser insgesamt: 117

 

Theatergeschichte ↓ zur Geschichte des Opernhauses

Anschrift:
Deutschland
Kottbusser Damm 79
D 10585 Berlin
Berlin
Tel.:+49-(0)30-693 1054
Fax:+49-(0)30-692 5201
eMail → info@berlinerkammeroper.de
Homepage: → www.berliner-kammeroper.de
Ticketinfo:
Spielstätten:

Geschichte

Innerhalb der deutschen Opernlandschaft ist die Berliner Kammeroper eher eine Ausnahmeerscheinung. Sie ist mit all jenen Merkmalen ausgestattet, die für ein Opernhaus heute eher untypisch sind: sie verfügt über kein eigenes, festes Haus, kein festes Ensemble, keine eigenen Werkstätten. Nach den „Wanderjahren“, in denen man eine Produktion nur wenige Male an einem Haus gespielt hat, um dann für die nächste Produktion wieder an ein anderes Theater zu wechseln, bringt man heute einen Großteil der Produktionen im Hebbel-Theater heraus. Ein Organisationsstab von nur vier fest Angestellten verpflichtet die Musiker und auch die Sänger je nach den Erfordernissen der jeweiligen Produktion. Fündig wird man meist am „freien Markt“, aber auch an den Musikhochschulen. Und so ist das Nebeneinander von bisweilen renommierten und teils noch jungen, unerfahrenen Sängern an der Berliner Kammeroper ganz selbstverständlich. Unter diesen Voraussetzungen ist natürlich kein Repertoiretheater möglich, auch nicht angestrebt. Im Gegenteil: man betrachtet es als eine Herausforderung, engagiertes und experimentierfreudiges Musiktheater ohne den Apparat des etablierten Opernbetriebes zu ermöglichen.

Gegründet wurde die Berliner Kammeroper 1981 von Henry Green Akina, dem zunächst die künstlerische Leitung oblag und Brynmor Llewelyn Jones, der die musikalische Leitung hatte. Seit 1995 ist Brynmor Llewelyn Jones alleiniger künstlerischer Leiter. Die Berliner Kammeroper sieht ihre Aufgabe innerhalb der vielfältigen und derzeit vieldiskutierten Berliner Opernlandschaft in einer lebendigen Auseinandersetzung mit unbekannteren Werken der Opernliteratur und eine intensive Aneignung der vielfältigen Perspektiven, die das Musiktheater des 20. Jahrhunderts ermöglicht. „Im Dezember 1981“, erinnert sich Henry Akina in einem Interview, „entstand mehr oder weniger ad hoc ein Projekt, daraus ergab sich ein weiteres Projekt, und allmählich stellte sich heraus, daß man eigentlich gerne weitermachen würde. Es war nicht so, daß wir vorhatten, ein Theater zu gründen... Wie viele freie Gruppen haben wir mit privatem Geld, mit nicht sehr viel Geld, angefangen. Wir haben, wenn überhaupt, sehr wenig bezahlt. Das war nur zu schaffen, weil die Leute es unbedingt machen wollten. Im ersten Jahr, 1981, ging es darum, Richtungen auszuprobieren, uns heranzutasten. Wir fragten uns: ,Was ist überhaupt Kammeroper? ,Was fordert der kleine Raum, was ist anders als im großen Raum?...‘ Es ging uns in erster Linie darum, Projekte zu finden, die man im kleineren Rahmen machen konnte und die theatralisch wertvoll waren. Als Assistent hatte ich bis dahin nur große Stücke gemacht, Frankfurt am Main, Dresden, Berliner Staatsoper usw. Das waren Bühnen, an denen ganz andere Dinge möglich waren, aber nicht die Intimität und Intensität der Arbeitsweise.“

Ein wichtiges Aufgabengebiet für die Berliner Kammeroper sind Uraufführungen, mit deren Realisierung man einen Beitrag zur Bereicherung des zeitgenössischen Opernrepertoires leisten möchte. Und die Liste der Ur- bzw. Deutschen Erstaufführungen kann sich sehen lassen: Uraufführung der vollständigen Fassung von Marius Constants Sade-Teresa, Uraufführung der Klavieroper Triest von Philip Mayers, die Deutsche Erstaufführung der dänischen Kammeroper Gelächter im Dunkel von Tage Nielsen 1996 und die jüngst erfolgte Deutsche Erstaufführung der Kammeroper Der letzte Virtuose von Lars Klit/Sanne Bjerg.

Mit steigender Zahl der Koproduktionen – 1996 wurden alle drei Inszenierungen mit überregionalen Partnern realisiert – finden auch außerhalb Berlins zunehmend Vorstellungen der Berliner Kammeroper statt. So waren im Frühjahr 1997 Constants Sade-Teresa in Gießen und Nielsens Gelächter im Dunkel in Innsbruck sowie Kopenhagen zu sehen, 1998 gastierte Gordon Kerys Medea im Rahmen des Festivals „6 Tage Oper“ in Düsseldorf, Der letzte Virtuose von Lars Klit präsentierte die Berliner Kammeroper in diesem Jahr innerhalb des Festivals "Alternative lyrique" in Paris. 1994 erschienen zudem zwei CD-Mitschnitte von Produktionen, beides Ersteinspielungen, als Eröffnung einer Kammeropern-Reihe bei Deutsche Schallplatten Berlin: Hans Werner Henzes Elegie für junge Liebende und Händels Ezio.

Bisherige Produktionen der Berliner Kammeroper:

  • 1981
  • Isolationen
  • Francis Polenc: La voix humaine
  • Ned Rorem: Poems of love
  • Leos Janácek: Tagebuch eines Verschollenen
  • Strawinsky: Die Geschichte vom Soldaten
  • Pergolesi: Orfeo
  • Monteverdi: Tancredi e Clorinda, Il Ballo delle Ingrate
  • Satie: Socrate, Geneviève de Brabant
  • 1982
  • Händel: Acis und Galatea
  • Britten: The Turn of the Screw
  • 1983
  • Händel: Agrippina
  • 1984
  • Mussorgsky: Die Heirat
  • Prokofieff: Maddalena
  • Maxwell Davies: Der Leuchtturm
  • Gerhard Lampersberg: Kleopatra und das Krokodil (UA)
  • Mozart: Il Re Pastore
  • 1985
  • Pergolesi: La Serva Padrona, Livietta und Tracollo
  • Cimarosa: Die heimliche Ehe
  • Marc Neikrug: Through Roses
  • 1986
  • Cavalli: Il Giasone
  • 1987
  • Milhaud: Die Leiden des Orpheus, Der arme Matrose
  • Alexander Dargomishski: Der steinerne Gast
  • Strawinsky: The Rake's Progress
  • 1988
  • Helge Jörns: Europa und der Stier (UA)
  • Händel: Orlando
  • Gerhard Schedl: Der Schweinehirt
  • Rossini: L'Occasione fa il Ladro, Il signor Bruschino
  • 1989
  • Puccini: Madame Butterfly
  • Henze: Elegie für junge Liebende
  • Cavalli: L'Egisto
  • 1990
  • Paisiello: Der Barbier von Sevilla
  • Busoni: Arlecchino
  • Vieru: Das Gastmahl der Schmarotzer (szen. UA)
  • Rudzinski: Manekiny
  • 1991
  • Haydn: Armida
  • Musiktheaterszenen mit Catherine Gayer
  • 1992
  • Tschaikowsky: Eugen Onegin
  • Britten: Der Raub der Lukrezia
  • Reinhard Keiser: Masaniello furioso
  • 1993
  • Händel: Ezio
  • Glass: Der Fall des Hauses Usher
  • 1994
  • Karl Amadeus Hartmann: Simplicius Simplicissimus
  • Honegger: Die Abenteuer des Königs Pausole
  • Blow, Desmarets, Keiser, Pepusch, Scarlatti: Venus und Adonis
  • 1995
  • C. René Hirschfeld: Der satanarchäolügenialkohöllische Wunschpunsch
  • Cavalli: La Calisto
  • 1996
  • Constant: Sade-Teresa (UA)
  • Vecchi: L’Amfiparnasso
  • Tage Nielsen: Gelächter im Dunkel (UA)
  • 1997
  • Stanley Walden: Liebster Vater
  • Gordon Kerry: Medea
  • 1998
  • Philip Mayers: Triest (UA)
  • Gerd Kühr: Stallerhof
  • 1999
  • Johann Christian Bach: Temistocle
  • Lars Klit: Der letzte Virtuose (DEA)

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