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Aktuelle Meldung vom 15.11.2017

Thomas Hengelbrock & Balthasar-Neumann-Ensembles auf Europatournee

Thomas Hengelbrock, Foto: Günther Glücklich

Thomas Hengelbrock, Foto: Günther Glücklich

Claudio Monteverdis Marienvesper ist ein Werk voller Geheimnisse: Wurde es als komplettes Werk konzipiert oder ist es doch eine Ansammlung mehrerer Kompositionen? Welche Besetzung hat der Komponist vorgesehen? Gibt es eine festgelegte Werkstruktur? An diesen Fragen rätseln Musiktheoretiker bis heute – lediglich in einem Punkt sind sie sich einig: Die Marienvesperist ein bahnbrechendes Meisterwerk, der Beginn einer neuen musikalischen Epoche. Zum Abschluss des Monteverdi-Jahres 2017 bringen das Balthasar-Neumann-Ensemble und der Balthasar-Neumann-Chor dieses bedeutende Musikstück auf die großen Bühnen Europas, in historisch informierter Aufführung und unter der Leitung ihres Gründers Thomas Hengelbrock.

Wie der Namensgeber der Ensembles Balthasar Neumann stand auch Claudio Monteverdi für mutige Kreativität: In der 1610 publizierten Marienvesper vereinte er traditionelle Kompositionstechniken mit hochmodernen Elementen der damaligen Zeit und prägte somit die musikalische Wende von der Renaissance zum Barock. Anlässlich seines 450. Geburtstags setzen sich die Balthasar-Neumann-Ensembles in diesem Jahr intensiv mit dem Schaffen Monteverdis auseinander. Nach dem Selva-Morale-Projekt mit Pablo Heras-Casado, das allein 2017 zwei Spanien-Tourneen und eine CD-Einspielung einschloss, stellen die bevorstehenden Marienvesper-Aufführungen mit Thomas Hengelbrock den zweiten Teil ihres Monteverdi-Schwerpunkts in der aktuellen Saison dar. Die bislang ungelösten Rätsel um die Entstehungsgeschichte des Werks erweisen sich dabei als großer Interpretationsspielraum für die Musiker: So bietet die Marienvesper den Balthasar-Neumann-Ensembles die Möglichkeit, ihre Kreativität voll auszuschöpfen und diesen Juwel der sakralen Musik – zuletzt vor fünf Jahren von ihnen aufgeführt – wieder neu zu entdecken.

Termine der Europatournee:

  • 01.12. Neumarkt, Reitstadel
  • 02.12. Essen, Philharmonie
  • 03.12. Madrid, Teatro Real
  • 05.12. Wien, Konzerthaus
  • 06.12. Hamburg, Laieszhalle
  • 07.12. Brüssel, Bozar

Zu „einem der besten Chöre der Welt“ adelte das „Gramophone“-Magazin den Balthasar-Neumann-Chor bereits im Jahr 2011. Diesen Titel bekräftigt die in- und ausländische Presse regelmäßig. Nicht nur höchste musikalische Qualität, sondern vor allem künstlerische Vielseitigkeit hebt ihn aus der Reihe internationaler Vokalensembles heraus. Jeder Sänger ist in der Lage, als Solist aus dem Chor hervorzutreten und ebenso als Teil des Gesamtklangs in der Gruppe aufzugehen. Dies ermöglicht einzigartige Flexibilität in Besetzung und Repertoire. Im Mittelpunkt der Beschäftigung steht neben romantischen und zeitgenössischen Werken die Musik des 17. und 18. Jahrhunderts. 1991 von Thomas Hengelbrock gegründet, gastiert der Chor heute in den großen europäischen Konzertsälen und bei den renommiertesten Festivals.

Vier Jahre später führte Thomas Hengelbrock herausragende Musiker im Balthasar-Neumann-Ensemble zusammen, das zu einem der wichtigsten musikalischer Partner des Chors geworden ist. Werke vom Frühbarock bis zur Moderne werden ihrer Entstehungszeit und dem historischen Hintergrund entsprechend auf authentischem Instrumentarium dargeboten. Regelmäßig gastiert das Orchester an renommierten Konzerthäusern wie dem Festspielhaus Baden-Baden, der Pariser Oper, dem Teatro Real Madrid, im Konzerthaus Dortmund, der Philharmonie Essen und bei den Salzburger Festspielen. Zahlreiche Auszeichnungen säumen den musikalischen Weg der Balthasar-Neumann-Ensembles, darunter der Kulturpreis des Landes Baden-Württemberg, mehrere „Echos“ und der „Gramophone Award“.

Thomas Hengelbrock ist Chefdirigent des NDR Elbphilharmonie Orchesters, Gründer und Leiter der Balthasar-Neumann-Ensembles sowie Chef associé des Orchestre de Paris. Er zählt zu den herausragenden Opern- und Konzertdirigenten unserer Zeit und trug maßgeblich dazu bei, das Musizieren auf Originalinstrumenten dauerhaft im deutschen Konzertleben zu etablieren. Sein Repertoire reicht von der Musik des 17. Jahrhunderts bis hin zu zeitgenössischen Werken und umfasst alle Gattungen.

Mit dem NDR Elbphilharmonie Orchester hat er im Januar 2017 Hamburgs neues Konzerthaus, die Elbphilharmonie eröffnet. Weitere Höhepunkte der jüngeren Vergangenheit waren u. a. Gastspiele im Concertgebouw Amsterdam, Wiener Konzerthaus, Festspielhaus Baden-Baden und Théâtre des Champs-Élysées in Paris, eine Asien-Tournee mit Konzerten in Seoul, Bejing, Shanghai, Osaka und Tokio oder die Eröffnung des Festivals „Prager Frühling“. Die international gefeierte Zusammenarbeit mit dem NDR Elbphilharmonie Orchester ist auch in CD-Einspielungen sowie TV-Produktionen dokumentiert. So erschienen auf CD bislang Werke von Mendelssohn, Schumann, Dvořák, Schubert und Mahler sowie – als erste Aufnahme aus der Elbphilharmonie – eine Einspielung der Sinfonien Nr. 3 und 4 von Johannes Brahms.

Aufgrund seines großen Engagements in der Musikvermittlung wurde Thomas Hengelbrock 2016 der Herbert von Karajan Musikpreis verliehen.

Weitere Informationen unter: www.balthasar-neumann.com und www.thomas-hengelbrock.com.


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